Regierungsprogramm: Verbesserungen in der psychiatrischen Behandlung

Psychotherapie: Wer kann sich das leisten?

Die meisten Menschen mit seelischen Problemen können sich in Österreich eine Psychotherapie nicht leisten, eine Stunde kostet ab 80 Euro, die Rückvergütung von der Tiroler Gebietskrankenkasse beträgt nicht einmal 22 €. Das Tiroler Modell sieht zwar eine Behandlung bei schweren psychossozialen Krisen auf Krankenschein vor, doch die Vergütung durch die Krankenkasse ist ein Verlustgeschäft für die Therapeuten, Außerdem ist die Transparenz und die Vergabepraxis nicht gegeben. Bei akuten Problemen kann man nicht warten, bis ein kostenloser Therapieplatz frei wird, außerdem ist die freie Therapeutenwahl und eine wohnortnahe Versorgung praktisch unmöglich. 

Bereits im Jahre 2013 wurde die Petition Verbesserung der psychosozialen Gesundheit im Lichte der UN-Konvention von Mag. Otto Westreicher eingebracht, die eine Behandlung auf Krankenschein fordert.

Aufgrund der beiden Petitionen an den Tiroler Landtag:

"Verbesserung der psychosozialen Gesundheit in Tirol im Lichte der UN-Konvention" von Mag. Otto Westreicher

"Verbesserung der psychosozialen Versorgung in Tirol" von Mag. Norbert Erlacher (HPE)

fand die Enquete unter dem Titel Verbesserung der psychosozialen Gesundheit in Tirol am 2.Juni 2014 statt:

Verbesserung der psychosozialen Gesundheit im Lichte der UN-Konvention- vom Petitionseinbringer Mag. Otto Westreicher

Im neuen Regierungsprogramm wurde nun eine Verbesserung für Menschen mit psychosozialen Krisen, insbesondere im Bereiche einer leistbaren Behandlung mit Umsetzung ab Juli 2017 beschlossen.

http://www.wienerzeitung.at/_em_daten/_funkinform/2017/01/30/170130_arbeitsprogramm1718.pdf