Bei der mechanischen Fixierung in der Psychiatrie ist Tirol im Spitzenfeld

 

Freiheitsentzug im Strafvollzug und in der Psychiatrie in Österreich: 

Quellen: Massnahmennahmenvollzug  (über  900 )(AUSZUG AUS DEM SICHERHEITSBERICHT 2012) ,Justizministerium 2014, Analysebericht der Unterbringung in Österreich ÖBIG, 2012, Daten Vertretungsnetz Patientenanwaltschaft, Parlamentarische Anfrage an die  Justizministerin „Zwangsweise Unterbringung an psychiatrischen Abteilungen“, 13003/J XXIV. GP, 9.11.2012 Parlamentarische Anfrage BMJ „Zwangsunterbringung in Psychiatrie“, 12954/J XXIV. GP, 2.11.2012

Quellen: Dr. Patricia Gerstgrasser, Dr. Matthias B. Lauer: Vertretungsnetz Patientenanwaltschaft Hall,Parlamentarische Anfrage an die  Justizministerin „Zwangsweise Unterbringung  an psychiatrischen Abteilungen“, 13003/J XXIV. GP, 9.11.2012 ,Parlamentarische Anfrage BMJ „Zwangsunterbringung in Psychiatrie“, 12954/J XXIV. GP, 2.11.2012, keine Angaben zu medikamentösen Fixierung in psychiatrischen Abteilungen und Kliniken, siehe Bericht der Volksanwaltschaft zu OPCAT, 2014, sowie Prävalenz von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen in österreichischen Alten- und Pflegeheimen  in  (Österr. Pflegezeitschrift 5/2013) vonSusanneJaquemar, Johannes Hilbe

 

 

Mechanische und medikamentöse Fixierung in der Psychiatrie und Heimen

B1.6. Erhebung der Daten zu freiheitsbeschränkenden Maßnahmen

Der Gesetzgeber hat einschlägiger Regelungen im UbG strenge gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen, unter denen betroffene Menschen auch ohne deren Zustimmung in ihrer persönlichen Bewegungsfreiheit beschränkt werden können. Diese Zwangsmaßnahmen müssen immer unter dem Blickwinkel der Verhältnismäßigkeit und Subsidiarität zu beurteilen, besonders im Hinblick auf Artikel 5 MRK gesehen, der auf Verfassungsebene jedem Menschen den Schutz der persönlichen Freiheit – unter gewissen Einschränkungen – garantiert. Wie bei der Anzahl der Unterbringungen liegt auch Österreich bei den Zwangsmaßnahmen international im Spitzenfeld.

Im KH Hall ergibt sich ein Prozentsatz von ca. 23% in der Akutstation, die Zahl der zusätzlichen Beschränkungen liegt im gerontoforensischen Bereich sogar bei 66%.(44) Auch diese Zahlen sind jährlich im Steigen.

Quellen: Dr. Patricia Gerstgrasser, Dr. Matthias B. Lauer: Vertretungsnetz Patientenanwaltschaft Hall,Parlamentarische Anfrage an die  Justizministerin „Zwangsweise Unterbringung  an psychiatrischen Abteilungen“, 13003/J XXIV. GP, 9.11.2012 ,Parlamentarische Anfrage BMJ „Zwangsunterbringung in Psychiatrie“, 12954/J XXIV. GP, 2.11.2012, keine Angaben zu medikamentösen Fixierung in psychiatrischen Abteilungen und Kliniken, siehe Bericht der Volksanwaltschaft zu OPCAT, 2014, sowie Prävalenz von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen in österreichischen Alten- und Pflegeheimen  in  (Österr. Pflegezeitschrift 5/2013) vonSusanneJaquemar, Johannes Hilbe

Auch im Hinblick auch auf die möglichen somatischen Folgen (85% der Todesfälle war die Fixierung selbst Todesursache ) gibt es Datenmaterial, das besorgniserregend ist.

Zu den medikamentösen Zwangsmaßnahmen liegt mir kein Datenmaterial vor. Das MANUAL – ERLÄUTERUNGEN ZUR MEDIKAMENTÖSEN FREIHEITSBESCHRÄNKUNG(45)des Justizministeriums behandelt zum ersten Mal diese Problematik für den Heimbereich. Im Bereich der Unterbringung wäre eine Erhebung und Dokumentation dieser Freiheitsbeschränkung wünschenswert.

Manual-Erläuterungen zur medikamentösen Freiheitsbeschränkung des Justizministeriums