Gutachter Primar Haller geht in Pension

Der Chefarzt und Primar von Maria Ebene Primar Dr. Haller geht mit Jahresende in Pension. Berühmt geworden ist Dr.Haller durch seine psychiatrischen Gerichtsgutachten, über 8000 soll er erstellt haben, also fast täglich ein Gutachten.

Todesfälle in der Psychiatrie in Tirol

Daten aus dem Jahrbuch der Gesundheitsstatistik 2015 (erschienen 2/17):

 http://www.statistik.at/web_de/services/publikationen/4/index.html?includePage=detailedView&sectionName=Gesundheit&pubId=601

Herz-Kreislauferkrkankungen, Plötzlicher Herztod, Atemwegserkrankungen, Thrombose, Embolie, Suchterkrkankung

  • Report of The Equality and Human Rights Commission of Great Britain (Feb.2015)

(Between 2010 and 2013 367 adults with mental health conditions died of ‘nonnatural’ causes while in state detention in police cells and psychiatric wards. We hope that this report provides valuable insights and recommendations which can bring about real change in the way that adults with mental health conditions are treated in detention. Our aim is to help prevent further unnecessary tragedies.) 

Preventing Deaths in Detention of Adults with Mental  Health Conditions

  •  Deutsche Ärztezeitung Juni 2013, Psychisch Kranke - diskriminiert mit tödlichen Konsequenzen: (Der Grund für diesen Anstieg ist nicht ein  erhöhtes  Suizidrisiko, sondern  die schlechte Versorgung bei  körperlichen Leiden  und diese körperlichen  Leiden werd en bei psych. Patienten  nicht so ernst genommen.)

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/article/840493/leitartikel-psychisch-kranke-diskriminiert-toedlichen-konsequenzen.html

  • Mehr Menschen sterben an psychischen Erkrankungen(Statistisches Bundesamt D)

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/todesursachen-in-deutschland-psychische-erkrankungen-haeufiger-genannt-a-1005358.html

Junge behinderte Menschen in (Alters)Heimen und stationären psychosozialen Einrichtungen in Tirol

Die Volksanwaltschaft hat im Rahmen ihrer Kommissions- und Berichtstätigkeit immer wieder auf einen eklatanten Missstand hingewiesen:

die Fehlunterbringung junger Menschen mit Behinderung (also unter 60 jährige) in Alten- und Pflegeheimen, die Problemkreise

Starke Bevormundung, manchmal höchstproblematischer Freiheitsentzug,

oft fehlende Barrierefreiheit,

Fehlplatzierungen junger Menschen mit Behinderungen,

fehlende Beschwerdemöglichkeiten,

geringe Entlohnung in Tageswerkstätten und

Beschwerden über Sachwalterschaften.

In Tirol sind und werden sogar Kinder in der forensischen Psychiatrie in Hall untergebracht! Auch im Jahre 2017!

Über die ungesetzliche Unterbringungen in der Erwachsenenpsychiatrie von Kindern und Jugendlichen wurde mehrfach berichtet.

Insgesamt sind 170 Personen zwischen 20 und 60 Jahren davon betroffen, im Bereiche der Kinder- und Jugendlichen sind sogar mehr als 800 fremduntergebracht.

De-Institutionalisierung, Ambulant vor stationär, Forderungen der UN-Behindertenmenschrechtskonvention, der KInderkonvention werden in Tirol auch noch zögerlich umgesetzt.

 

Hilfestellung bei bipolarer Störung in Tirol

http://http://www.tt.com/panorama/gesellschaft/12625347-91/vom-ich-hinaus-in-die-welt.cspwww.tt.com/panorama/gesellschaft/12625347-91/vom-ich-hinaus-in-die-welt.csp

Der Verein Gesellschaft für bipolare Störungen in Tirol  bietet

Beratung und Hilfe

finden Betroffene bei einem Facharzt für Psychiatrie und der Tiroler Gesellschaft für Bipolare Störung (Innrain 43, 6020 Innsbruck, Tel: 0677 61 44 58 88, Internet: www.tgbs.at). 

Angehörige finden Unterstützung bei HPE Tirol – Hilfe für Angehörige psychisch Erkrankter – unter der Tel. 0699/172 380 60 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Oase in der Psychiatrie Innsbruck

11.Feber 2017

Der heutige „Tag der Kranken“ wurde 1993 anlässlich des Gedenkens an alle von Krankheiten heimgesuchten und gezeichneten Menschen von Papst Johannes Paul II. eingeführt. 

Es soll aber auch ein Tag der Solidarität, der Hoffnung und der Zuversicht sein. 

Die Oase gibt PatientInnen, aber auch Angehörigen die Gelegenheit zum Gespräch bei Kaffee und Kuchen.

Jeden Freitag, 14 bis 15.30 Uhr, im Wintergarten der Psychiatrie

 

Selbsthilfegruppe Depression und Burnout

Die Gruppentreffen der Selbsthilfegruppe „Depressionen und Burnout überwinden“ finden im Februar 2017 an folgenden Tagen statt. Wir sind eine offene Gruppe und freuen uns auf Dich:
 
Dienstag, den 14. Februar 2017:   ab 17:30 Uhr bis ca. 19:30 Uhr
 
 
Thema: Eine Fantasiereise, Austausch, Bericht über den Workshop“„ Balance zwischen ich und Wir“
 
Dienstag, den 28. Februar 2017: - ab 17:30 Uhr bis ca. 19:30 Uhr
 
 
Thema: Wir schauen uns einen Film an
 
„Morton Mies“ – Wie die Depression siegt und wie sie scheitert“
Teil 1
 
Treffpunkt; Gruppenraum 2, in den Räumen der SelbstHilfeTirol
Dachverband der Tiroler Selbsthilfevereine u. -gruppen
im Gesundheits- und Sozialbereich

Innrain 43/Parterre, 6020 Innsbruck

T: ++43(0)512-57 71 98   F: ++43(0)512-56 43 11
M: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.selbsthilfe-tirol.at
 
 
www. depressionenundburnout.beepworld.de
 

Freiheitsbeschränkungen Psychosoziale Einrichtungen für Kinder- und Jugendliche ohne Kontrolle

Im Rahmen des neuen Sachwalterrechts (Erwachsenenschutzgesetz) war vorgesehen auch das Heimaufenthaltgesetz dahingehend zu ändern, dass alle Einrichtungen in denen Kindern- und Jugendlichen untergebracht sind einer unabhängigen Kontrolle

durch das Vertretungsnetz - wie bei Erwachsenen - erfolgen. 

Gleicher Rechtsschutz für alle Kinder und Jugendlichen ist aus Ersparnisgründen weiterhin nicht gegeben, obwohl im Staatenbericht der UNO diese Rechtslücke kritisiert wurde.

Ebenso ist im Bereiche des Maßnahmenvollzugs die Freiheitsbeschränkung ohne Kontrolle durch das Vertretungsnetz/Patientenanwaltschaft und somit einer gerichtlichen Kontrolle entzogen.

Auch in der Forensik in Hall in Tirol sind immer wieder Kinder- und Jugendliche untergebracht, ebenso in der Psychiatrie in der Erwachsenenstation.

Die Rechtsstellung von Menschen mit Behinderung muss in strikter Anwendung des Menschenrechtsansatzes unter Berücksichtigung der bestehenden verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen (B-VG, PersFrG, EMRK, BVG Kinderrechte) sowie der europa- und völkerrechtlichen Vorgaben (insb Grundrechtecharta, UN-Behindertenkonvention, UN-CRPD) gestärkt werden. Zahlreiche Erfahrungen der Vergangenheit (Stichwort Missbrach in Heimen!) zeigen auf, wie gefährdet und missbrauchsanfällig besonders vulnerable Personen wie Kinder sind, die in Institutionen leben müssen. Aktuell wurde der Missbrauch in psychiatrischen Abteilungen thematisiert, noch immer ein Tabu-Thema: 

Stellungnahme zu sexuellen Grenzverletzungen durch Personal einer psychiatrischen Krankenanstalt - 27.09.2016 (74,6 KiB)

 

Sexualisierte Gewalt an Frauen in psychiatrischen Abteilungen

Aufgrund von Meldungen an die Volksanwaltschaft wurde das Thema sex. Gewalt in psychiatrischen Abteilungen behandelt. 

Stellungnahme des Menschenrechtsbeirates (MRB) an die Volksanwaltschaft (VA) Sept. 2016
Bericht der MRB-Arbeitsgruppe zum Thema „Sexuelle Grenzverletzungendurch Personal einer psychiatrischen Krankenanstalt – Eingriff ins Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und die Menschenwürde“

Stellungnahme zu sexuellen Grenzverletzungen durch Personal einer psychiatrischen Krankenanstalt - 27.09.2016 (74,6 KiB)

Siehe auch den aktuellen Artikel im Standard:

http://mobil.derstandard.at/2000051818304-1981/Strukturelle-Gewalt-an-behinderten-Kindern-wie-viele-Skandale-braucht-es

Diese Stellungnahme behandelt Möglichkeiten zum Schutz von Frauen und Mädchen vor sexuellen Übergriffen und das Recht auf Selbstbestimmung in psychiatrischen Kliniken.

Als weitere Präventionsmaßnahme wird aufgrund von Erfahrungen in Tirol auch zu nennen sein:

Recht auf weibliche Behandlungspersonen in psychiatrischen Abteilung für Wahrung der Intimsphäre, besonders auch bei Kindern und Jugendlichen, besonders in der Nacht und bei Pflege.

Stopp der Videoüberwachung in Bad und WC

Recht auf Kontakt zur Außenwelt.

Recht auf Konsiliardienste  und Besuch

Gerichtliche Überprüfung der Einhaltung der Menschenwürde nach §1 Unterbringungsgesetz.

 

Regierungsprogramm: Verbesserungen in der psychiatrischen Behandlung

Psychotherapie: Wer kann sich das leisten?

Die meisten Menschen mit seelischen Problemen können sich in Österreich eine Psychotherapie nicht leisten, eine Stunde kostet ab 80 Euro, die Rückvergütung von der Tiroler Gebietskrankenkasse beträgt nicht einmal 22 €. Das Tiroler Modell sieht zwar eine Behandlung bei schweren psychossozialen Krisen auf Krankenschein vor, doch die Vergütung durch die Krankenkasse ist ein Verlustgeschäft für die Therapeuten, Außerdem ist die Transparenz und die Vergabepraxis nicht gegeben. Bei akuten Problemen kann man nicht warten, bis ein kostenloser Therapieplatz frei wird, außerdem ist die freie Therapeutenwahl und eine wohnortnahe Versorgung praktisch unmöglich. 

Bereits im Jahre 2013 wurde die Petition Verbesserung der psychosozialen Gesundheit im Lichte der UN-Konvention von Mag. Otto Westreicher eingebracht, die eine Behandlung auf Krankenschein fordert.

Aufgrund der beiden Petitionen an den Tiroler Landtag:

"Verbesserung der psychosozialen Gesundheit in Tirol im Lichte der UN-Konvention" von Mag. Otto Westreicher

"Verbesserung der psychosozialen Versorgung in Tirol" von Mag. Norbert Erlacher (HPE)

fand die Enquete unter dem Titel Verbesserung der psychosozialen Gesundheit in Tirol am 2.Juni 2014 statt:

Verbesserung der psychosozialen Gesundheit im Lichte der UN-Konvention- vom Petitionseinbringer Mag. Otto Westreicher

Im neuen Regierungsprogramm wurde nun eine Verbesserung für Menschen mit psychosozialen Krisen, insbesondere im Bereiche einer leistbaren Behandlung mit Umsetzung ab Juli 2017 beschlossen.

http://www.wienerzeitung.at/_em_daten/_funkinform/2017/01/30/170130_arbeitsprogramm1718.pdf