Geschlossene Psychiatrie Hall - Menschenrechte versus Schutz von Leben

Kinder Jugendliche und Menschen mit Behinderung gehören nicht in die geschlossene Psychiatrie und Forensik:

http://www.vertretungsnetz.at/news/news-meldung/46-notstand-in-der-kinder-und-jugendpsychiatrie/

-tot-in-der-forensik-hall-mit-19-jahren

http://www.tt.com/panorama/gesellschaft/9353869-91/15-jähriger-in-haller-forensik-erinnert-an-forrest-gump.csp

http://www.tt.com/panorama/verbrechen/9350382-91/15-jähriger-lebt-in-hall-unter-gewaltätern.csp

http://www.profil.at/oesterreich/justiz-oesterreichs-guantanamo-massnahmenvollzug-5448656

Kritik an den Gutachten:

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4742839/Jeden-Tag-ein-Gutachten-und-als-Oberarzt-taetig

psychiatrische-sachverstaendige-gutachter-in-tirol

Volksanwaltschaft: Besuch in der Forensik Hall: Isolierzimmer erinnert an Todeszelle

Isolierzimmer-in-der-psychiatrie-hall-in-tirol-erinnert-an-todeszelle

Zum Widerspruch der Leiter der Forensik Univ.Prof.Dr.Marksteiner:

http://www.tt.com/panorama/verbrechen/9370300-91/offene-türen-statt-gummizelle-und-gitter.csp

http://www.psychiatrie.or.at/index.php/210-haller-forensik-einer-der-modernsten-anstalten-fuer-abnorme-rechtsbrecher

Zwangsbehandlung und mechanische und medikamentöse Fixierung: Todesfälle und gesundheitliche Schäden

zwangsmassnahmen-oder-zwangsbehandlungen-psychiatrie-sind-ethisch-nicht-vertretbar-stellungnahme-dgppn

mechanische-medikamentoese-elektronische-fixierung-in-psychosozialen-einrichtungen-in-tirol

Tagung "Freiheitsbeschränkung durch Medikation" 15.11.2013 in Innsbruck

Gesundheitsversorgung in der Psychiatrie Hall von somatischen Beschwerden: 

Die Beschwerden der Familien, Eltern und Angehörigen werden durch Ignoranz und Drohungen übergangen.(siehe Einzelfälle Patientenanwaltschaft, Volksanwaltschaft, Kommission West)

Die somatischen Beschwerden = Recht auf Gesundheitsversorgung,  werden (kaum) ernst genommen: Kein Zutritt für externe Fachärzte, Kinderärzte, (siehe Petition an den Tiroler Landtag zur Verbesserung der psychosozialen Versorgung in Tirol, Behindertenanwalt)

Diskriminierung bis zum Tod: Siehe vermeidbare Todesfälle (Bericht des Menschenrechtskommissar der europäischen Union, Studie europaweit) 

Nicht einmal die Temperaturmessung ist in der geschlossenen Psychiatrie Hall in Tirol Standard (siehe Gerichtsverfahren)

Verwendung von Neuroleptika ( Haldol intravenös) ohne Monitoring: vermeidbare Todesfälle (siehe Gerichtsverfahren, Bericht der Volksanwaltschaft, Kommission West)

Internistische Betreuung durch einen beauftragten Internisten mit Wahlarztpraxis im Klinikareal, der die Patienten - durch Ferndiagnose, ohne die Patienten jemals gesehen zu haben, behandelt. (siehe Bericht des Landesrechnungshofes)

Keine Überstellung in eine andere Abteilung des Krankenhauses Hall (Suizidversuche, Verletzungen nach Stürzen, Vergiftung durch Medikamente, Bluthochdruck, Diabetes, Herzproblemen, Lungenentzündung, Sepsis, Nieren und Leberproblemen, ) bei schwerwiegenden Beschwerden, kein Bett mit Monitoring! (siehe Einzelberichte, Gerichtsverfahren, Volksanwaltschaft, Patientenanwaltschaft, Monitoringausschuss)  

Tot in der Forensischen Psychiatrie Hall mit 19-Jahren

Der tragische und vermeidbare Tod eines erst 19 jährigen jungen Mannes in der forensischen Psychiatrie in Hall in Tirol wirft viele Fragen auf:

Werden psychiatrische Patienten in staatlicher Aufsicht mit ihren körperlichen Beschwerden in der Psychiatrie Hall in Tirol nicht ernst genommen?

Werden Menschen mit einer Behinderung in der Psychiatrie Hall in Tirol diskriminiert?

Werden in der Psychiatrie Hall die Angehörigen nicht ernst genommen, ja sogar eingeschüchtert?

Was passiert mit den Unmenge an Geld die pro Tag für die Pflege und medizinische Betreuung zur Verfügung gestellt werden?( 465 Euro für die Pflege pro Tag, insgesamt ca. 1000 Euro pro Tag), denn die Situation im Maßnahmen Vollzug (Gericht, Gutachten, Anhörung, medizinische Betreuung, Zwangsbehandlung, Ruhigstellung, etc. ) ist menschenrechtlich schon längst unter berechtigter internationaler Kritik. Siehe Monitoring Ausschuss: 

http://monitoringausschuss.at/stellungnahmen/massnahmenvollzug-19-01-15/

http://psychiatrie.or.at/index.php/240-16-jaehriger-wegen-fehlender-betreuung-in-forensik-in-hall

http://psychiatrie.or.at/index.php/212-manko-bei-psychosozialen-betreuungseinrichtungen-in-tirol

Schwere Vorwürfe: Vermeidbare Todesfälle in der Psychiatrie in Tirol

Nach dem Artikel in Bizeps Bizeps.or.at/mein-sohn-ist-nun-tot 

April 2016 Hall in Tirol, 19 jähriger mit Behinderung stirbt, eine Behandlung der somatischen Beschwerden außerhalb der Psychiatrie wird monatelang abgelehnt, trotz Bitten der Eltern.

Tod durch Ignoranz von Richter, Personal und Gutachter

 https://www.bizeps.or.at/mein-sohn-ist-nun-tot/

http://www.integration-tirol.at/index.php?menuid=43&reporeid=180

März 2016: 37 Jährige stirbt unerwartet in der Psychiatrie Hall in Tirol

Details in Kürze

Meldungen von Todesfällen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!   oder anonym 

Reha Gesetz Neu- Öffentliche Sitzung Monitoringausschuss Tirol

Tiroler Monitoringausschuss  5. öffentlichen Sitzung am 14. Juni 2016 von 14:00-16:00 .

Ort: Landhaus, Innsbruck

Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Programm: Einladung zur 5. öffentlichen Sitzung am 14.06.2016

  • Beschäftigungs-Therapie - 
    Was muss anders gemacht werden?
  • Selbstbehalt - 
    Genügend Geld für ein selbstbestimmtes Leben
  • Persönliches Budget / Geld
    und Persönliche Assistenz / Unterstützung
  • Interessens-Vertretung - 
    Wie können gewählte Vertreter arbeiten?
    Wie können sie unabhängig unterstützt werden?
  • „Menschen mit Behinderungen“ - 
    Wer bekommt die Leistungen?
    Wie wird der Bedarf festgestellt?
  • Vorwort zum Gesetz - 
    Welche Ziele soll das Gesetz haben?
  • Sachwalterschaft - 
    Wie kann das Land Tirol eine unterstützte Entscheidungs-Findung
    möglich machen, damit Sachwalterschaften
    nicht mehr notwendig sind?
  • De-Institutionalisierung - 
    Was muss getan werden, damit die Leistungen
    der Selbst-Bestimmung und Inklusion entsprechen?
  • Therapie und Förderungen

Psychiatrischer Krisendienst in Tirol

Eine unendliche Geschichte:

Seit 30 Jahren wird schon in Tirol ein mobiler, kostenloser Krisendienst für den psychischen Bereich gefordert und versprochen. Noch immer werden Menschen, die in einer lebensbedrohenden Krisensituation sich befinden, besonders an Wochenenden und am Abend allein gelassen. Sie werden auf den Seelsorgedienst verwiesen, der sehr gut arbeitet, aber trotzdem haben die psychisch Kranken Anspruch auf dieselbe Behandlung, wie jeder "normale" Kranke, bei dem sofort Notarzt, Rettung Krisendienst und Hubschrauber bereitstehen, bei psychisch Kranken kommt höchstens die Polizei und man wird dann wie ein Verbrecher zwangseingewiesen, mit Polizei Begleitung und ohne ausgebildetes Kriseninterventionsteam, ohne Arztbegleitung, in die geschlossene Psychiatrie gebracht. Dass die meisten Patienten und auch Angehörigen gerade eine Eskalation und Gewalt vermeiden wollen und einen professionellen Krisendienst verlangen, der rund um die Uhr zur Verfügung steht, präventiv wirkt, Vertrauens erregend und beruhigend wirkt, sowohl für die Angehörigen und auch Betroffenen, ist einleuchtend und hat sich auch in anderen Bundesländern seit Jahrzehnten erfolgreich zum Wohle der PatientInnen tagtäglich bewährt. Nur in Tirol, das bei den Zwangsunterbringungen in der Psychiatrie in Europa und auch in Österreich - leider im negativen Sinne - als auch bei den Zwangsmaßnahmen durch mechanische Fixierungen und Sedierung mit Medikamenten im Spitzenfeld liegt, gibt es noch keinen psychiatrischen Krisendienst, außer in Osttirol durch Initiative des neuen Primars Dr. Schmidt. Reutter liegt bei der Selbstmordrate europaweit im Spitzenfeld, die aktuelken tragischen Selbstmorde von jungen Leuten harren einer Lösung. Es könnten sicherlich Menschenleben durch diesen Krisendienst gerettet werden, natürlich muss auch die psychosoziale Versorgung insgesamt verbessert werden.

Psychiatrische Versorgung in Tirol - Forderungen der Betroffenen

1. Psychiatrische Kassenarzte: Die Versorgung durch leistbare (Kassenärzte) Fachärzte ist nicht ausreichend, auch im Bereiche der Kinder-und Jugendpsychiatrie; dadurch kommt es zu langen Wartezeiten von Monaten und Einschränkung von Einzelgesprächen.

2. Wohnangebote: Es fehlt an niederschwelligen therapeutischen Wohnangeboten, die leistbar sind. Alternativen wie mehr betreutes Einzelwohnen, bzw. wo und mit wem im sozialen Umfeld, das Leben gestaltet werden kann - natürlich mit entprechender Unterstützung - sind berechtigte Forderungen nach der UN-Konvention.

3.Rehabilitationsgeld: Neben dem Recht auf Arbeit gibt es andererseits auch ein Recht auf ausreichenden Rückzug aus dem Erwebsleben zur Krisenverarbeitung un Genesungsprozess und um psychosoziale und sozialpsychiatrische Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Selten wird berufliche Reha bewilligt, die Aufteilung der Finanzierung bedeuten einen bürokratischen Hürdenlauf der Betroffenen.

4. Sachwalterschaft: Die Empfehlungen des Bundesmonitoringausschusses hinsichtlich einer grundlegenden Reform bzw. Abschaffung der Sachwalterschaft werden vollinhaltlich von den Betroffenen unterstützt.

5.Informationsstelle: Eine zentrale, unabhängige und leicht zugängliche Informationsstelle für Menschen mit psychosozialen Problemen auch über Krisenintervention, umfassende Information über Unterstützungsangebote, die auch transparent im Internet zugänglich sein soll.

6. Weitergabe sensibler Daten: Mehr Transparenz hinsichtlich der Weitergabe von personenbezogenen Daten. Wer zu welchem Zeitpunkt Daten an wen weitergibt.

7. Behandlungsvereinbarung/ Krisenpass: Im Fall eines stationären Aufenthaltes müssen die Erfahrungen ernst genommen werden und bei der Behandlung und Therapieplanung berücksichtigt werden. Dazu wären rechtlich bindende Behandlungsvereinbarungen oder Krisenpässe geeignete Instrumente, damit insbesondere Zwangsmaßnahmen reduziert und Compliance erhöht werden.

8. Modellplätze für Psychotherapie: Es stehen für psychisch erkrankte Personen zu wenig Modellplätze für Psychiatrie zur Verfügung, eine leistbare optimale Therapie ist daher nicht zugänglich, es kommt zu langen Wartezeiten, mehr Transparenz bezüglich der Vergaberichtlinien ist zu wünschen.

Jahrzehntelang in der Psychiatrie eingesperrt - auch in Tirol

Ein Weststeirer verschwand für 50 Jahre in der Psychiatrie und wurde erst 2014 entlassen.Die Gerichtsunterlagen mit den psychiatrischen und den gerichtsmedizinischen Gutachten und der Akt über die Einweisung und den Aufenthalt in der Psychiatrie sind nicht mehr auffindbar.Der Klinkleiter schließt aus, dass ein chronisch kranker Patient,  der Psychiatrie untergebracht ist, dort vergessen wird. „Es ist alles transparent“.

http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/weststeier/4944442/Spektakulaerer-Fall_Nach-Mord_50-Jahre-in-Psychiatrie

Aber auch in Tirol wurde ein jahrzehntelanger in der Psychiatrie Hall lebender Patient von der Volksanwaltschaft entdeckt und befreit.

Auch hier wurde gesagt, dass die Leiter der Psychiatrie gutwilligerweise den Patienten aufgenommen haben.

Siehe Bericht der Volksanwaltschaft:präventive Menschenrechtskontrolle 2014 Seite 50

Wenn man bedenkt, dass die Unterbringung in der Psychiatrie bis zu 1000 Euro pro Tag für die Klinik einbringt, kann man sich vorstellen welche Ressourcen neben dem menschlichen Schicksal und der eklatanten Menschenrechtsverletzung noch aktuell in der Psychiatrie möglich sind.

Psychiatrische Ambulanz ab 2017 in Zams in Tirol

Die  stationären Aufenthalte aufgrund von psychiatrischen und psychosozialen Krisen haben sich auch in den Bezirken Landeck und Imst in den letzten 5 Jahren verdoppelt.
In beiden Bezirken gibt es bisher keine wohnortnahe ambulante oder stationäre Behandlung. Die PatientInnen mussten alle nach Hall (Primariat B) ausweichen. Auch in schweren psychosozialen Krisen gibt es noch keinen Krisendienst, der rund um die Uhr, aber besonders an Wochenenden und in der Nacht erreichbar wäre, vorhanden.

Es ist erfreulich, dass in einem Jahr eine psychiatrische Ambulanz als zentrale Drehscheibe in Zams eingerichtet wird. Außerdem geht eine Tagesklinik in Betrieb, die die Nachbehandlung gemeinsam mit den niedergelassenen Psychiatern sicherstellt.

Sachwalter Diskriminierung von psychisch Kranken in Tirol

Minister Brandstätter will auch aufgrund der Kritik durch Betroffene, Angehörige, Volksanwaltschaft und des internationalen Drucks durch die Empfehlungen der UN-Behindertenkonvewntion Artikel 12, Artikel 14, Artikel 19 und der steigenden Zahl an Entmündigungen von Personen die Anzahl der Sachwalter schaft um ein Drittel reduzieren.

 

Es gibt genau wie bei den Unterbringungen in der geschlossenen Psychiatrie starke regionale Unterschiede, die vor allem von den handelnden Personen und deren Beurteilung einhergeht, bzw. der jahrelangen gelebten Praxis:

Die Problemkreise werden in Tirol am Beispiel Bezirksgericht Hall ( Leiter Richter Mag. Schimatzek) näher dargestellt:

Welche Personen werden in Hall in Tirol für eine Sachwalterschaft bei Gericht gemeldet:

Auffallend sind im BG Hall die große Anzahl von sehr jungen Menschen in psychosozialen Krisen.

Warum erfolgt eine Entmündigung ( jetzt Sachwalterschaft, obgleich es sich nicht um Sachen, sondern um Menschen handelt) in Tirol:

 

Wer beantragt Sachwalterschaften in Tirol (Beispiel Hall):

Psychiatrie in Hall in Tirol

Krankenhaus Hall in Tirol

Psychosoziale Einrichtungen des Landes, der Stadt und der Kirche, die Heime für Menschen mit psychosozialen Krisen im Auftrag des Landes Tirol anbieten.

Angehörige, Banken, Vermieter

Wer beurteilt Sachwalterschaften in HALL IN Tirol:

Gutachter, Gutachterin: Es gibt sehr wenige Gutachter/ Gutachterinnen bzw. Psychiater/ Psychiaterinnen die in Hall herangezogen werden, meistens im Umkreis von Hall tätig, auch bei den Gutachten für die Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie beauftragt und oft zusätzlich in den psychosozialen Vereinen mit der fachärztlichen Betreuung involviert.

Richter (Mag. Schimatzek für BG Hall in Tirol): Auch er nimmt die gesetzliche Aufgabe nach Unterbringungsgesetz bei Patienten in der geschlossenen Psychiatrie wahr, er entscheidet ob die Unterbringung in der gescholossenen Psychiatrie, die weitergehenden Freiheitsbeschränkungen durch Psychopharmaka (Ruhigstellung) und oder durch Anbinden (sogenannte mechanische Fixierung), weitergehende Beschränkungen wie Ausgang in das Freie, Wahrung der Persönlichkeitsrechte zulässig sind, also den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Immerhin sind in Hall in Tirol mehr als 2500 Personen in der geschlossenen Psychiatrie pro Jahr untergebracht, wobei Hall in Tirol damit im Spitzenfeld (im negativen Sinn) in Europa liegt, Freiheitsbeschränkungen durch Fixierungen (Anbinden an Bett oder Stuhl, Rollstuhl) werden ebenso an Mag. Schimatzek gemeldet,  z.B. in der Gerontopsychiatrie Hall werden ca 75% der alten Menschen in psychosozialen Krisen zusätzlich fixiert.

Wer vertritt in Tirol (Hall) die Personen, denen die fundamentalen Menschenrechte entzogen werden, wer wird als Sachwalter, Sachwalterin eingesetzt:

Der Richter setzt meistens Rechtsanwälte ein, die meistens keine Erfahrung mit Menschen in psychosozialen Krisen besitzen.

Menschen, die ihren Rechten entzogen werden, sind meistens in psychosozialen Krisen, in denen nur sehr wenige Angehörige, schon wegen der Stigmatisierung zur Verfügung stehen.

Die professionelle Betreuunng durch den Verein Sachwalterschaft / Vertretungsnetz ist in Tirol nur in wenig Fällen gegeben.

Skandal: Lange Wartezeiten für Patienten in der Psychiatrie in Tirol

Der Präsident der promente Tirol Prof. Hinterhuber beklagt die langen Wartezeiten für eine fachärztliche Behandlung bei Psychiatern in Tirol. Es gibt zwar 57 Fachärzte für Psychiatrie, aber nur mehr 13 mit Kassenverträgen. Die ausgeschriebenen Stellen in Schwarz, Hall und jetzt auch Imst konnten nicht besetzt werden. Immer weniger Studenten wählen das Fach Psychiatrie, ein Kassenvertrag mit der Tiroler Gebietskrankenkasse wird aber nicht angestrebt. Prof. Hinterhuber nannte in der Pressekonferenz die dramatische Versorgungslage für die hilfesuchenden schwer kranken Menschen einen Skandal. Die Tiroler Gebietskrankenkasse bagatellisiert das Problem weiterhin und verweist, dass schon sehr viel Geld für die psychosoziale Versorgung, nämlich 42 Millionen ausgegeben wird, wobei wahrscheinlich der Großteil in die stationäre Versorgung und nicht in den niedergelassenen Bereich fließt. Wenn bereits Menschen in einer suizidalen Krise in Tirol 2 Monate auf einen leistbare Behandlung bei einem Kassenarzt der Tiroler Gebietskrankenkasse warten muss, wie ein Betroffener berichtet, muss man von einer unverantwortlichen Zweiklassenmedizin in Tirol und von einem Armutszeugnis der verantwortlichen PolitikerInnen sprechen.