Psychiatrischer Krisendienst in Tirol

Eine unendliche Geschichte:

Seit 30 Jahren wird schon in Tirol ein mobiler, kostenloser Krisendienst für den psychischen Bereich gefordert und versprochen. Noch immer werden Menschen, die in einer lebensbedrohenden Krisensituation sich befinden, besonders an Wochenenden und am Abend allein gelassen. Sie werden auf den Seelsorgedienst verwiesen, der sehr gut arbeitet, aber trotzdem haben die psychisch Kranken Anspruch auf dieselbe Behandlung, wie jeder "normale" Kranke, bei dem sofort Notarzt, Rettung Krisendienst und Hubschrauber bereitstehen, bei psychisch Kranken kommt höchstens die Polizei und man wird dann wie ein Verbrecher zwangseingewiesen, mit Polizei Begleitung und ohne ausgebildetes Kriseninterventionsteam, ohne Arztbegleitung, in die geschlossene Psychiatrie gebracht. Dass die meisten Patienten und auch Angehörigen gerade eine Eskalation und Gewalt vermeiden wollen und einen professionellen Krisendienst verlangen, der rund um die Uhr zur Verfügung steht, präventiv wirkt, Vertrauens erregend und beruhigend wirkt, sowohl für die Angehörigen und auch Betroffenen, ist einleuchtend und hat sich auch in anderen Bundesländern seit Jahrzehnten erfolgreich zum Wohle der PatientInnen tagtäglich bewährt. Nur in Tirol, das bei den Zwangsunterbringungen in der Psychiatrie in Europa und auch in Österreich - leider im negativen Sinne - als auch bei den Zwangsmaßnahmen durch mechanische Fixierungen und Sedierung mit Medikamenten im Spitzenfeld liegt, gibt es noch keinen psychiatrischen Krisendienst, außer in Osttirol durch Initiative des neuen Primars Dr. Schmidt. Reutter liegt bei der Selbstmordrate europaweit im Spitzenfeld, die aktuelken tragischen Selbstmorde von jungen Leuten harren einer Lösung. Es könnten sicherlich Menschenleben durch diesen Krisendienst gerettet werden, natürlich muss auch die psychosoziale Versorgung insgesamt verbessert werden.

Psychiatrische Versorgung in Tirol - Forderungen der Betroffenen

1. Psychiatrische Kassenarzte: Die Versorgung durch leistbare (Kassenärzte) Fachärzte ist nicht ausreichend, auch im Bereiche der Kinder-und Jugendpsychiatrie; dadurch kommt es zu langen Wartezeiten von Monaten und Einschränkung von Einzelgesprächen.

2. Wohnangebote: Es fehlt an niederschwelligen therapeutischen Wohnangeboten, die leistbar sind. Alternativen wie mehr betreutes Einzelwohnen, bzw. wo und mit wem im sozialen Umfeld, das Leben gestaltet werden kann - natürlich mit entprechender Unterstützung - sind berechtigte Forderungen nach der UN-Konvention.

3.Rehabilitationsgeld: Neben dem Recht auf Arbeit gibt es andererseits auch ein Recht auf ausreichenden Rückzug aus dem Erwebsleben zur Krisenverarbeitung un Genesungsprozess und um psychosoziale und sozialpsychiatrische Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Selten wird berufliche Reha bewilligt, die Aufteilung der Finanzierung bedeuten einen bürokratischen Hürdenlauf der Betroffenen.

4. Sachwalterschaft: Die Empfehlungen des Bundesmonitoringausschusses hinsichtlich einer grundlegenden Reform bzw. Abschaffung der Sachwalterschaft werden vollinhaltlich von den Betroffenen unterstützt.

5.Informationsstelle: Eine zentrale, unabhängige und leicht zugängliche Informationsstelle für Menschen mit psychosozialen Problemen auch über Krisenintervention, umfassende Information über Unterstützungsangebote, die auch transparent im Internet zugänglich sein soll.

6. Weitergabe sensibler Daten: Mehr Transparenz hinsichtlich der Weitergabe von personenbezogenen Daten. Wer zu welchem Zeitpunkt Daten an wen weitergibt.

7. Behandlungsvereinbarung/ Krisenpass: Im Fall eines stationären Aufenthaltes müssen die Erfahrungen ernst genommen werden und bei der Behandlung und Therapieplanung berücksichtigt werden. Dazu wären rechtlich bindende Behandlungsvereinbarungen oder Krisenpässe geeignete Instrumente, damit insbesondere Zwangsmaßnahmen reduziert und Compliance erhöht werden.

8. Modellplätze für Psychotherapie: Es stehen für psychisch erkrankte Personen zu wenig Modellplätze für Psychiatrie zur Verfügung, eine leistbare optimale Therapie ist daher nicht zugänglich, es kommt zu langen Wartezeiten, mehr Transparenz bezüglich der Vergaberichtlinien ist zu wünschen.

Jahrzehntelang in der Psychiatrie eingesperrt - auch in Tirol

Ein Weststeirer verschwand für 50 Jahre in der Psychiatrie und wurde erst 2014 entlassen.Die Gerichtsunterlagen mit den psychiatrischen und den gerichtsmedizinischen Gutachten und der Akt über die Einweisung und den Aufenthalt in der Psychiatrie sind nicht mehr auffindbar.Der Klinkleiter schließt aus, dass ein chronisch kranker Patient,  der Psychiatrie untergebracht ist, dort vergessen wird. „Es ist alles transparent“.

http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/weststeier/4944442/Spektakulaerer-Fall_Nach-Mord_50-Jahre-in-Psychiatrie

Aber auch in Tirol wurde ein jahrzehntelanger in der Psychiatrie Hall lebender Patient von der Volksanwaltschaft entdeckt und befreit.

Auch hier wurde gesagt, dass die Leiter der Psychiatrie gutwilligerweise den Patienten aufgenommen haben.

Siehe Bericht der Volksanwaltschaft:präventive Menschenrechtskontrolle 2014 Seite 50

Wenn man bedenkt, dass die Unterbringung in der Psychiatrie bis zu 1000 Euro pro Tag für die Klinik einbringt, kann man sich vorstellen welche Ressourcen neben dem menschlichen Schicksal und der eklatanten Menschenrechtsverletzung noch aktuell in der Psychiatrie möglich sind.

Psychiatrische Ambulanz ab 2017 in Zams in Tirol

Die  stationären Aufenthalte aufgrund von psychiatrischen und psychosozialen Krisen haben sich auch in den Bezirken Landeck und Imst in den letzten 5 Jahren verdoppelt.
In beiden Bezirken gibt es bisher keine wohnortnahe ambulante oder stationäre Behandlung. Die PatientInnen mussten alle nach Hall (Primariat B) ausweichen. Auch in schweren psychosozialen Krisen gibt es noch keinen Krisendienst, der rund um die Uhr, aber besonders an Wochenenden und in der Nacht erreichbar wäre, vorhanden.

Es ist erfreulich, dass in einem Jahr eine psychiatrische Ambulanz als zentrale Drehscheibe in Zams eingerichtet wird. Außerdem geht eine Tagesklinik in Betrieb, die die Nachbehandlung gemeinsam mit den niedergelassenen Psychiatern sicherstellt.

Notstand in der Kinder-und Jugendpsychiatrie auch in Tirol

Zahlreiche Artikel in den Medien weisen auf einen eklatanten Versorgungsmangel im Bereiche der Kinder und Jugendpsychiatrie hin:

http://derstandard.at/2000032955986/Psychiatrie-Massive-Defizite-bei-Versorgung-von-Jugendlichen

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160406_OTS0180/mueckstein-zu-weltgesundheitstag-grosse-versorgungsluecke-in-der-kinder-und-jugendpsychiatrie

http://www.vertretungsnetz.at/news/news-meldung/46-notstand-in-der-kinder-und-jugendpsychiatrie/

http://psychiatrie.or.at/index.php/330-kinder-und-jugendpsychiatrie-in-tirol-aerztemangel

http://psychiatrie.or.at/index.php/329-skandal-lange-wartezeiten-fuer-patienten-in-psychosozialen-krisen-in-tirol

http://wien.orf.at/news/stories/2763011/

Zur Versorgunslücken der psychosozialen Versorgung in Tirol: Ambulanter Bereich (leistbare also Behandlung auf Krankenschein) wird auf Jahre unterversorgt bleiben, ca. 15000 betroffene Kinder-und Jugendliche in Tirol

Zur dramatischen Situation in Tirol : Tagung 40 Jahre promente Tirol

http://tirol.orf.at/news/stories/2767557/

http://psychiatrie.or.at/index.php/329-skandal-lange-wartezeiten-fuer-patienten-in-psychosozialen-krisen-in-tirol

Notstandsgebiet Kinder und Jugendpsychiatrie: Bei Erwachsenen oder in der Forensik:

http://orf.at/stories/2333161/2333156/

http://psychiatrie.or.at/index.php/240-16-jaehriger-wegen-fehlender-betreuung-in-forensik-in-hall

Sachwalter Diskriminierung von psychisch Kranken in Tirol

Minister Brandstätter will auch aufgrund der Kritik durch Betroffene, Angehörige, Volksanwaltschaft und des internationalen Drucks durch die Empfehlungen der UN-Behindertenkonvewntion Artikel 12, Artikel 14, Artikel 19 und der steigenden Zahl an Entmündigungen von Personen die Anzahl der Sachwalter schaft um ein Drittel reduzieren.

 

Es gibt genau wie bei den Unterbringungen in der geschlossenen Psychiatrie starke regionale Unterschiede, die vor allem von den handelnden Personen und deren Beurteilung einhergeht, bzw. der jahrelangen gelebten Praxis:

Die Problemkreise werden in Tirol am Beispiel Bezirksgericht Hall ( Leiter Richter Mag. Schimatzek) näher dargestellt:

Welche Personen werden in Hall in Tirol für eine Sachwalterschaft bei Gericht gemeldet:

Auffallend sind im BG Hall die große Anzahl von sehr jungen Menschen in psychosozialen Krisen.

Warum erfolgt eine Entmündigung ( jetzt Sachwalterschaft, obgleich es sich nicht um Sachen, sondern um Menschen handelt) in Tirol:

 

Wer beantragt Sachwalterschaften in Tirol (Beispiel Hall):

Psychiatrie in Hall in Tirol

Krankenhaus Hall in Tirol

Psychosoziale Einrichtungen des Landes, der Stadt und der Kirche, die Heime für Menschen mit psychosozialen Krisen im Auftrag des Landes Tirol anbieten.

Angehörige, Banken, Vermieter

Wer beurteilt Sachwalterschaften in HALL IN Tirol:

Gutachter, Gutachterin: Es gibt sehr wenige Gutachter/ Gutachterinnen bzw. Psychiater/ Psychiaterinnen die in Hall herangezogen werden, meistens im Umkreis von Hall tätig, auch bei den Gutachten für die Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie beauftragt und oft zusätzlich in den psychosozialen Vereinen mit der fachärztlichen Betreuung involviert.

Richter (Mag. Schimatzek für BG Hall in Tirol): Auch er nimmt die gesetzliche Aufgabe nach Unterbringungsgesetz bei Patienten in der geschlossenen Psychiatrie wahr, er entscheidet ob die Unterbringung in der gescholossenen Psychiatrie, die weitergehenden Freiheitsbeschränkungen durch Psychopharmaka (Ruhigstellung) und oder durch Anbinden (sogenannte mechanische Fixierung), weitergehende Beschränkungen wie Ausgang in das Freie, Wahrung der Persönlichkeitsrechte zulässig sind, also den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Immerhin sind in Hall in Tirol mehr als 2500 Personen in der geschlossenen Psychiatrie pro Jahr untergebracht, wobei Hall in Tirol damit im Spitzenfeld (im negativen Sinn) in Europa liegt, Freiheitsbeschränkungen durch Fixierungen (Anbinden an Bett oder Stuhl, Rollstuhl) werden ebenso an Mag. Schimatzek gemeldet,  z.B. in der Gerontopsychiatrie Hall werden ca 75% der alten Menschen in psychosozialen Krisen zusätzlich fixiert.

Wer vertritt in Tirol (Hall) die Personen, denen die fundamentalen Menschenrechte entzogen werden, wer wird als Sachwalter, Sachwalterin eingesetzt:

Der Richter setzt meistens Rechtsanwälte ein, die meistens keine Erfahrung mit Menschen in psychosozialen Krisen besitzen.

Menschen, die ihren Rechten entzogen werden, sind meistens in psychosozialen Krisen, in denen nur sehr wenige Angehörige, schon wegen der Stigmatisierung zur Verfügung stehen.

Die professionelle Betreuunng durch den Verein Sachwalterschaft / Vertretungsnetz ist in Tirol nur in wenig Fällen gegeben.

Skandal: Lange Wartezeiten für Patienten in der Psychiatrie in Tirol

Der Präsident der promente Tirol Prof. Hinterhuber beklagt die langen Wartezeiten für eine fachärztliche Behandlung bei Psychiatern in Tirol. Es gibt zwar 57 Fachärzte für Psychiatrie, aber nur mehr 13 mit Kassenverträgen. Die ausgeschriebenen Stellen in Schwarz, Hall und jetzt auch Imst konnten nicht besetzt werden. Immer weniger Studenten wählen das Fach Psychiatrie, ein Kassenvertrag mit der Tiroler Gebietskrankenkasse wird aber nicht angestrebt. Prof. Hinterhuber nannte in der Pressekonferenz die dramatische Versorgungslage für die hilfesuchenden schwer kranken Menschen einen Skandal. Die Tiroler Gebietskrankenkasse bagatellisiert das Problem weiterhin und verweist, dass schon sehr viel Geld für die psychosoziale Versorgung, nämlich 42 Millionen ausgegeben wird, wobei wahrscheinlich der Großteil in die stationäre Versorgung und nicht in den niedergelassenen Bereich fließt. Wenn bereits Menschen in einer suizidalen Krise in Tirol 2 Monate auf einen leistbare Behandlung bei einem Kassenarzt der Tiroler Gebietskrankenkasse warten muss, wie ein Betroffener berichtet, muss man von einer unverantwortlichen Zweiklassenmedizin in Tirol und von einem Armutszeugnis der verantwortlichen PolitikerInnen sprechen.

Sozialpsychiatrie in Tirol: Forderungen der Betroffenen

Anlässlich des Jubiläums 40 Jahre promente Tirol findet eine Fachtagung : Entwicklungen in der Sozialpsychiatrie in Tirol statt:

Nach den Petitionen an den Tiroler Landtag "Verbesserung der psychozialen Versorgung in Tirol" durch Mag.Erlacher und

Verbesserung der psychosozialen Gesundheit im Lichte der UN-Konvention- vom Petitionseinbringer Mag. Otto Westreicher

und der darauffolgenden Enquete im Juni 2014 " Verbesserung der psychosozialen Versorgung in Tirol" haben erstmals in Tirol die Klientenvertreter und Vertreterinnen ihre Forderungen an die Verantwortlichen im Plenum gestellt.

Sachwalterschaft, mehr Selbstbestimmung gemäß UN-Konvention

Mangelversorgung an Kassenstellen für Psychiatrie. lange Wartezeiten bis 6 Monate

Leistbare Psychotherapie auf Krankenschein

Rehageld

Unabhängige Informationsstelle für psychosoziale Leistungen, Vernetzung

Behandlungsvereinbarungen und Krisenpässe, um Zwangsbehandlung und Fixierrungen zu verhindern

Wohnen für selbstbestimmtes Leben

 

 

Kinder- und Jugendpsychiatrie in Tirol: Ärztemangel

Die Versorgung von Kindern- und Jugendlichen in Tirol, die eine Behandlung Sender frühe psychischische Krise aufweisen können in Tirol nicht optimal und zeitgerecht einer Behandlung zugeführt werden. Wie in der Fachtagung von promente hingewiesen wurde, warten derzeit 60 Kinder und Jugendliche auf eine dringend notwendige stationäre Behandlung an der Universitätsklinik für Kinder-und Jugendpsychiatrie in Innsbruck. Es müssen auch Kinder- und Jugendliche auf der Erwachsenen Psychiatrie untergebracht werden, das nicht nur gesetzlich unzulässig ist, sondern eine nicht optimale Versorgung der Kinder und Jugendlichen bedeutet. Die Volksanwaltschaft und Patienten Anwaltschaft weist schon jahrelang auf diesen Missstand hin. Inzwischen ist es schon zu einem Suizid eines Jugendlichen aufgrund dieser Mangel Versorgung in einem anderen Bundesland gekommen. Mit dem Neubau der Kinder-und Jugendpsychiatrie in Hall wird sich die stationäre Versorgung verbessern, wobei die Zusammenarbeit mit der Kinderklinik bzw. anderen Abteilungen, die sich in Innsbruck befinden, sich erst bewähren müssen. Das Problem der Stigmatisierung, das Prof.Sevecke in der Fachtagung von promente für die geringe Inanspruchnahme einer psychiatrischen Behandlung von ca. 15000 behandlungsbedürftigen jungen TirolerInnen nannte, wird durch die Ausgliederung der Psychiatrie aus der Kinderklinik leider nicht förderlich sein. Dramatisch ist aber auch die Lage mit einer leistbaren, niederschwelligen Versorgung durch Kassenärzte der Tiroler Gebietskrankenkasse. Von den 5 versprochenen Kassenstellen konnten erst 2 besetzt werden und die Aussichten sind für die nächsten Jahre eher schlecht. Die Tiroler Gebietskrankenkasse und auch die verantwortlichen Politiker sind aufgerufen kreative Anreize zur Stärkung des niedergelassenen Bereiches zu schaffen, gerade wo es um Kinder- und Jugendliche geht, bei denen eine rechtzeitige optimale Behandlung unabdingbar ist. 

UN-Konvention und Psychiatrie

Die Petition an den Tiroler Landtag: Verbesserung der psychosozialen Gesundheit in Tirol im Lichte der UN-Konvention

hat in Tirol erstmals die Menschenrechte für Menschen in psychosozialen Krisen aufgezeigt.

Die UN-Konvention für Menschen mit Behinderung ist  als Triebfeder auch in Tirol für die Weiterentwicklung der Sozialpsychiatrie zu sehen.

Menschen mit psychosozialen Einschränkungen werden vermehrt wieder diskriminiert und stigmatisiert. Ab Donnerstag, 17.3.2016 findet die Fachtagung von promente Tirol, die das 40 Jahrjubiläum begeht, statt, um 14:30 der Vortrag von Dr.Marianne Schulze, ehemalige Vorsitzende des Monitoringausschusses:

UN-Behindertenrechtskonvention–ein Motor für die Weiterentwicklung der sozialpsychiatrischenDienste

Volksanwalt prüft medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen

Bereits im Vorjahr hatte die Volksanwaltschaft in ihrem Bericht an das Parlament auf die „eklatante Versorgungslücke“ mit Fachärzten für die Kinderpsychiatrie hingewiesen.LINK auf den Bericht der Volksanwaltschaft

In den Stellungnahmen zum Nationalen Aktionsplan Menschentrechte wurde auch von der Gesellschaft für Kinder-und Jugendgesundheit die Versorgung kritisiert :NAP-Menschenrechte: Stellungnahme der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit Februar 2015 (453,0 KiB)

In der  Petition "Verbesserung der psychosozialen Versorgung in Tirol" und auch in der Enquete " Verbesserung der psychosoazialen Gesundheit in Tirol"  sowie in der einzigen Stellungnahme zu dem Nationalen Aktionsplan aus psychosozialer Sicht durch Mag. Otto Westreicher können die Forderungen eingesehen werden. Stellungnahme: Mitglied des Monitoringausschusses des Landes Tirol_Dezember 2014 (408,8 KiB)

Prävalenz von psychischen Störungen in Tirol:

Kinder und Jugendliche —25 000
(Quelle: Symposium der pro mente Tirol am 13. 2.2014, Referat OA Dr. Fuchs,  Universitätsklinik für Kinder und Jugendpsychiatrie Innsbruck)

Rund 12 Prozent der Jugendlichen würde laut Ärztekammer eine psychiatrische Behandlung brauchen und fordert noch mehr Kassenordinationen für Kinder- und Jugendpsychiatrie. In Wien haben die ersten Kassenordinationen für Kinder- und Jugendpsychiatrie eröffnet. Die Wiener Gebietskrankenkasse hat sechs Kassenplanstellen bewilligt. Die Ärztekammer sieht einen „Meilenstein“, fordert aber weitere Ordinationen.

In Tirol gibt es doch jahrelanger Versprechungen kaum kostenfreie Behandlung bei der Tiroler Gebietskrankenkasse.

Dr.Sabine Zehetbaur: 
Ordination
Kinder- u. Jugendpsychiatrie
Medicent, Innrain 143
Innsbruck
 
Mo 12-17; DiMi 9-16; Do 10-17; Fr 9-13 Uhr;
Tel: 0512/90103010
Kassen: BVA, VAEB, KFA, KUF

Dr. Doris Preindl 

Schmerlingstraße 6

Tel: 0512/578427

Dr.John Hausler 

Innsbruck, Blasius-Hueber-Straße 15

Tel: 0699/10290212

Kassen: BVA, VAEB, KFA, KUF

Dr. Kordula Krepp  Andreas-Hofer-Straße 34

Dr. Hans-Günther Blecha  Anichstraße 35

Dr. Martin Fuchs Anichstraße 35

Dr. Kanita Dervic Anichstraße 35

Dr. Maria Steinmayr-Gensluckner Anichstraße 35

Prof. Dr. Kathrin Sevecke Anichstraße 35

Dr. Anne Küng, M.Sc. Anichstraße 35

Betroffene können Hilfe finden: Universitätsklinik Kinder-und Jugendpsychiatrie: (Direktorin Fr. Univ.Prof.in.Dr.in. Sevecke)

Ambulanz
Terminvereinbarung: Mo - Fr  08.00 – 16.00 Uhr
Außerhalb der Öffnungszeiten können Sie in dringenden Fällen eine Nachricht hinterlassen.

Tel:      050504 23502 
FAX:    050504 26242
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