Persönliches Budget in Tirol auch für psychisch Kranke möglich

Persönliches Budget

Wir Menschen mit Behinderungen haben nicht nur einen Bedarf
sondern auch Bedürfnisse.

Wir wollen selbstbestimmt leben.

Wir wollen selbst bestimmen,
wo wir wohnen.
Wir wollen selbst bestimmen,
wer uns unterstützt und betreut.
Wir wollen unsere Freizeit selbst gestalten.
Wir wollen an der Gesellschaft teilhaben.
Wir wollen nicht,
dass uns andere sagen,
was wir tun müssen.
Wir wollen selbst für uns Verantwortung tragen.

Dazu brauchen wir unser persönliches Geld.
Das heißt persönliches Budget.

In Tirol erhalten einige Menschen mit Behinderungen
ab dem nächsten Jahr persönliches Budget.
Wenn diese Menschen mit dem persönlichen Budget
gute Erfahrungen machen, soll es ein Gesetz für ALLE geben.

Doch bis dahin müssen wir viele Erfahrungen sammeln.
Wir möchten uns von Betroffenen und Angehörigen
anhören, was wichtig ist und
an was wir denken müssen.

Der Tiroler Monitoring-Ausschuss macht

am 1.12.2015, von 14.00-17.30 Uhr
im Landhaus, großer Saal,
Eduard-Wallnöfer-Platz 3, Innsbruck

dazu eine große Sitzung.

Alle, die etwas über des persönliche Budget hören wollen
und darüber sprechen wollen,
sind dazu eingeladen.

Mechanische / medikamentöse / elektronische Fixierung in psychosozialen Einrichtungen in Tirol

Über die weitergehenden Freiheitsentziehungen gemäß Heimaufenthaltsgesetz und Unterbringungsgesetz in psychosozialen Einrichtungen, Heimen, Psychiatrieabteilungen durch Psychopharmaka und anderen sedierenden Medikamenten gibt es keine verlässlichen Dokumente, die die Häufigkeit dieser Maßnahmen in Tirol darstellen.

Unterlagen sind zu finden:

Tagung "Freiheitsbeschränkung durch Medikation" 15.11.2013 in Innsbruck

Susanne Jaquemar, Johannes Hilbe: Prävalenz von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen in österreichischen Alten- und Pflegeheimen (Österr. Pflegezeitschrift 5/2013)

Rosalinde Pimon: Freiheitsbeschränkung durch Medikamente. Erfahrungen der Bewohnervertretung - Der Umgang mit medikamentösen Freiheitsbeschränkungen rückt in den Mittelpunkt (iFamZ – Interdisziplinäre Zeitschrift für Familienrecht, September 2010)

Zahlenmaterial für Tirol:

Petition von Mag. Otto Westreicher : Verbesserung der psychosozialen Gesundheit im Lichte der UN-Konvention

und die daraus resultierende Enquete: Verbesserung der psychosozialen Gesundheit in Tirol

Vermehrte gerichtliche Unzulässigkeitsentscheidungen wegen einer medikamentösen Fixierung (Manual des Justizministeriums 2013)

Mechansiche Fixierungen sind in Psychiatrien häufig: Zur Situation in Tirol

Eine ethische Stellungnahme der DGPPN

Die Handlungsempfehlungen der UN-Konvention an Österreich bezüglich Zwangsunterbringung und Zwangsbehandlung und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit durch mechanischisch und/oder medikamentöse Fixierung.

Statement von: Prof. Dr. med. Dr. phil. Henrik Walter, Direktor des Forschungsbereichs Mind and Brain an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Zwangsmaßnahmen oder Zwangsbehandlungen gegen den selbstbestimmten Willen eines Patienten sind anerkanntermaßen ethisch nicht zu rechtfertigen.

Mögliche Folgen:

 

 

Tag der psychischen Gesundheit: Ausgrenzung noch immer gegeben

Zum Welttag der seelischen Gesundheit hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dazu aufgefordert, psychisch Kranke würdevoll zu behandeln. In vielen Ländern würden Menschen mit einer seelischen Erkrankung ausgegrenzt und stigmatisiert, oft sogar misshandelt.

Der Welttag der seelischen Gesundheit wurde erstmals 1992 von der World Federation for Mental Health (WFMH) ausgerufen. Sie fördert Aufklärungskampagnen zur Vorbeugung seelischer Erkrankungen und Störungen, zudem tritt sie für eine angemessene Behandlung und Betreuung ein.

In ihrem Report (pdf, engl.) zum diesjährigen Welttag fordert die WFMH, Betroffene sollten rechtlich, sozial und medizinisch als eigenständige Personen angesehen werden, so wie jeder körperlich Kranke auch. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums leidet fast jeder dritte Mensch im Laufe seines Lebens an einer psychischen Krankheit.

Bericht in der TT vom 9.10.2015:

WHO: Psychisch Kranke werden immer noch ausgegrenzt

Daten des Bundesgesundheitsministeriums

Informationsblatt der WHO

Report der WFMH 2015

Ärzte-Zeitung über Lobotomie

Obwohl fast jeder Dritte leidet in seinem Leben an einer psychischen Störung leidet, werden seelisch Erkrankte dennoch unwürdig behandelt.

Heimanwältin kritisiert in Tirol Personalmangel

Wie auch auf den in der TT erschienen Artikel vom 10.09.2015 : Heimanwältin kritisiert Personalmangel
http://m.tt.com/politik/landespolitik/10489203-91/heimanw%C3%A4ltin-kritisiert-personalmangel-in-heimen.csp
Diesbezüglich sind auch Beschwerden aus dem Bereich der Heime und der Psychiatrie eingegangen -,
insbesondere ist die besorgniserregende zunehmende medikamentöse Fixierung (Risperdal statt Personal) und die weitergehende Beschränkung der Bewegungsfreiheit durch elektronische Mittel auch durch eine personelle Unterbesetzung besonders in der Nacht und an Wochenenden  (80 PatientInnen mit 1-2 Pflegepersonen) zu erklären.

Im Bereich der Heime gibt es Untersuchungen, die auch auf Tirol zutreffen:

Susanne Jaquemar, Johannes Hilbe: Prävalenz von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen in österreichischen Alten- und Pflegeheimen (Österr. Pflegezeitschrift 5/2013)

Rosalinde Pimon: Freiheitsbeschränkung durch Medikamente. Erfahrungen der Bewohnervertretung - Der Umgang mit medikamentösen Freiheitsbeschränkungen rückt in den Mittelpunkt (iFamZ – Interdisziplinäre Zeitschrift für Familienrecht, September 2010)

Für Tirol sind die Unterlagen zu finden: Tagung "Freiheitsbeschränkung durch Medikation" 15.11.2013 in Innsbruck

Im Bereich der Psychiatrie zeigen die Daten besorgniserregende Werte, so waren in der Gerontospsychiatrie nahezu 80% einer mechanischen Fixierung ausgesetzt. Über medikamentöse Freiheitsbeschränkungen durch Sedierung mit Psychopharmaka ist die Volksanwaltschaft daran, die internationalen Standardseinzufordern: gemäß den Empfehlungen des Europäischen Folter-Komitees – in allen psychiatrischen Krankenanstalten ein Zentralregister eingerichtet wird, um freiheitsbeschränkende Maßnahmen erfassen und österreichweit evaluieren zu können. Die Volksanwaltschaft fordert weiters ausdrücklich die Einhaltung der vom Europäischen Folter-Komitee vorgegebenen Standards. Demgemäß sind Fixierungen zu vermeiden, indem ausreichend fachlich kompetentes Personal zur Verfügung gestellt wird. Wenn diese – als Letztlösung zur Abwehr von Fremd- oder Selbstgefährdung – vorgenommen werden, dürfen sie von Betroffenen nicht als Bedrohung empfunden werden oder Angstzustände verstärken. Menschenrechtlich unzulässig ist jedenfalls, wenn Patientinnen und Patienten – in Sichtweite Anderer – fixiert werden.

http://volksanwaltschaft.gv.at/artikel/freiheitsbeschraenkungen-in-krankenhaeusern-und-psychiatrien

Kinder und Jugendpsychiatrie Innsbruck : 5 neue OberärztInnen

Wie den Medien zu entnehmen ist, wird die Kinder- und Jugenpsychiatrie in Innsbruck durch weitere 5 Fachärzte verstärkt. Die Leiterin der Kinder und Jugenpsychiatrie, Fr. Univ.Prof.in.Dr.in Sevecke begrüßt auch einen Ausbau von extramuralen Einrichtungen, ebenso forciert sie eine Zusammenarbeit bei Esssstörungen von Jugendlichen bis 21 Jahre mit der Erwachsenenpsychiatrie.

 

Sedierung in Heimen und Psychiatrie und psychosozialen Einrichtungen

Die Volksanwaltschaft hat es sich zu einem Schwerpunktsthema gemacht:

Interview mit Volksanwalt Dr. Günther Kräuter: Medikation in Alten- und Pflegeheimen

Initiative für weniger Psychopharmaka-Einsatz in München

Das Amtsgericht München setzt sich für weniger Psychopharmaka in Alten- und Pflegeheimen ein. Es hat eine Initiative gestartet, um in Zusammenarbeit mit Ministerien und für die Betreuung zuständigen Stellen die Gabe von Medikamenten mit beruhigender oder sedierender Wirkung oder Nebenwirkung transparent zu machen und auch zu reduzieren, um  die Lebensqualität der Heimbewohner verbessern und das gegenseitige Vertrauen zu fördern, die Freiheitsrechte des einzelnen zu achten und zu schützen und so lang wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.(aus DAZ.online)

 In Tirol ist die Situation nicht transparent, lediglich von den freiheitsbeschränkenden Maßnahmen (mechanische Fixierungen) in der Psychiatrie Hall liegen Ergebnisse vor, so werden in der Gerontopsychiatrie in Hall nahezu alle PatientInnen mindestens einmal im Laufe des stationären Aufenthaltes mechanisch fixiert (mit Gurten).

Über die Sedierung von Medikamenten liegen in Tirol weder von der Heimanwaltschaft, noch von der Patientenanwaltschaft, noch von den Einrichtungen Daten vor.

In den Heimen, Psychiatrien und psychosozialen Einrichtungen werden vor allem folgende Medikamente angewendet, die nicht immer einer medizinischen Indikation oder Heilung bewirken, sondern besonders in der Gesamtschau und unter Einbeziehung des Zeitpunktes der Verabreichung und der Wechselwirkung, das Ziel haben, die PATIENTEN RUHIG ZU STELLEN, besonders in der Nacht oder an Wochenenden, wie aus den Untersuchungen in Salzburg, oder Deutschland hervorgeht:

Opioide/Analgetika

Narkotika

5.   Antidementiva

  Antidepressiva 

5.   Non-Psychopharmaka und Off - Label-Use

 Antipsychotika/Neuroleptika

5. 7 B   Benzodiazepine

Noch keine Kassenstelle der TGKK für Kinder-und Jugendpsychiatrie

Rund 12 Prozent der Jugendlichen würde laut Ärztekammer eine psychiatrische Behandlung brauchen und fordert noch mehr Kassenordinationen für Kinder- und Jugendpsychiatrie. In Wien haben die ersten Kassenordinationen für Kinder- und Jugendpsychiatrie eröffnet. Die Wiener Gebietskrankenkasse hat sechs Kassenplanstellen bewilligt. Die Ärztekammer sieht einen „Meilenstein“, fordert aber weitere Ordinationen.

In Tirol gibt es doch jahrelanger Versprechungen noch keine kostenfreie Behandlung bei der Tiroler Gebietskrankenkasse.

Siehe Petition an den Tiroler Landtag 2013: Verbesserung psychosoziale Versorgung in TirolEnquete zurVerbesserung der psychosozialen Versorgung 2014

 

Ein Jahr nach der Enquete zur Verbesserung der psychosozialen Gesundheit in Tirol

Aufgrund der von Mag. Westreicher Otto initiierten Petitionen an den Tiroler Landtag:

wurde im Juni 2014 die Enquete : Verbesserung der psychosozialen Gesundheit in Tirol abgehalten

Im Zentrum steht das Wohl der/des Patientin/der Patienten und der Angehörigen

Ziel ist der beste  niederschwellige, medizinische (State of the Art, multimodal) und psychosoziale Zugang (evidenzbasiert, Best-Practice, Leitlinien) zur Prävention, Aufklärung, Diagnostik, Beratung, Behandlung, Therapie und Rehabilitation von psychischen und psychosomatischen, psychosozialen Störungen, mit  Einbeziehung der Angehörigen und des sozialen Betreuungsumfeldes durch Kooperation mit den Helfersystemen und einem Paradigmenwechsel (bio-psychosoziales Modell) und der notwendigen Umschichtung von Ressourcen (personenzentriert vs institutionenzentriert) entsprechend der beiden Petitionen und den Grundprinzipien der UN-Konventionen (CRDP-Menschen mit Behinderung, CAT-Antifolterkonvention, CRC-Kinderrechtskonvention,CEDAW-Frauenkonvention) :

1.) Mobiler aufsuchender Krisendienst (Best Practice: Kärnten: 24h/365d, mobile krisenintervention kärnten.pdf)

Wurde bisher leider noch nicht umgesetzt!!!

2.) Gemeindenahe Versorgung: Home-treatment( Best Practice,Dr. Becker-Home_Treatment_11.pdf, Günzburg)

Wurde bisher leider noch nicht umgesetzt!!!

3.) Leistbarer, niederschwelliger (auf Krankenschein) Zugang zur Gesundheitsversorgung, ambulant vor stationär

Wurde bisher leider noch nicht umgesetzt!!! Für Kinder- und Jugendliche wurden bessere Bedingungen geschaffen, aber da es derzeit keine Ärztin/keinen Arzt für Kinder-und Jugendpsychiatrie in Tirol mit einem Vertrag der TGKK gibt, ist eine leistbare optimale Behandlung nur auf dem Papier gegeben.

4.) Bedeutung der Angehörigen (HPE-Tirol-Erlacher-Fischer ,Betroffene)

5.) Abbau von Stigma, Diskriminierung (Entstigmatisierung-Entdiskriminierung von psychisch Kranken-Lobos-Gutierrez.pdf)

6.) UN-Konvention und Auswirkungen auf die psychosoziale Versorgung, Menschenrechte (Mag. Otto Wesitgtreicher Mitglied des Monitoringausschusses des Landes Tirol,Handlungsempfehlungender UNO-CRPD-C-AUT-CO-1_en-original.pdfHandlungsempfehlungen -CRPD-C-AUT-CO-1_de-okt2013-bizeps,http://psychiatrie.or.at/images/docs/Psychosoziale-Gesundheit-im_Lichte-der-UN-Konvention-Enquete-Tirol-2014-westreicher.pdf )

Wurde bisher leider noch nicht umgesetzt!!! Die menschenrechtliche Situation hat sich sogar verschlechtert.

7.) Kinder und Jugendpsychiatrie kranke Kinder/kranke Eltern (Univ.Prof.in Dr.in Sevecke, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie)

Hier ist durch die Bestellung von Fr. Univ.Prof.Dr. Sevecke ein Meilenstein in Tirol im klinisch stationären und ambulanten  Bereich erfolgt. Es ist nur zu hoffen, dass auch der niedergelassene extramurale Bereich durch die Ausbildung von Fachärzten für Kinder-und Jugendpsychiatrie und durch Vernetzung mit den bestehenden Einrichtungen eine bessere Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Tirol erfolgen kann.

Sehr erfreulich ist die Pressemitteilung 

Psychosoziale Versorgung von Kindern und Jugendlichen

Gesundheit und Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen als Querschnittsmaterie vom 29.6.2015 bei LR Tilg:

Gesundheit in der frühen Lebensphase ist die Basis für ein gesundes Erwachsenenleben. Aus diesem Grund legt das Land Tirol besonderes Augenmerk auf die Gesundheit und das Wohl von Kindern und Jugendlichen. „Die Gesundheit – sowohl die psychische als auch die physische – ist eine Querschnittsmaterie. Um das Fundament für eine langfristige Gesundheit zu legen, bedarf es vieler Akteurinnen und Akteure“, betont Soziallandesrätin Christine Baur und rief daher ein Treffen zur Vernetzung der psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen ins Leben.  

8.)Weiterentwicklung der Sozialpsychiatrie in Tirol (Prof.Toresini.pdf, )

 

Volksanwaltschaft und Kommissionen arbeiten unabhängig

Die jüngste Kritik an der Volksanwaltschaft und den Kommissionen von Institutionen und NGO´s ist in keinster Weise nachvollziehbar, im Gegenteil gerade durch  die präventive Menschenrechtskontrolle  bezüglich der Einhaltung von Menschenrechten in psychosozialen Einrichtungen, Heimen, Psychiatrien, Gefängnissen und überall wo Menschen festgehalten werden ist das erste Mal unabhängig durch die Kommissionen mit den Betroffenen gesprochen worden und dadurch verschiedene Problembereiche dokumentiert und aufgezeigt worden.

Sei es beispielsweise das Problem der Sachwalterschaft, bei dem gerade die VertreterInnen der Institutionen, die teilweise die Sachwalterschaft Ihrer KlientInnen beantragen und auch im Menschenrechtsbeirat und in den Gremien vertreten sind, wurde erst durch das Einschreiten der Volksanwaltschaft und der Kommissionen etwas bewegt- im Sinne der Betroffenen. Ebenso im Bereiche der kostenlosen Arbeit von Tausenden von Menschen mit Behinderungen in sogenannten Therapie-Arbeitsstätten in den psychosozialen Institutionen hat die Volksanwaltschaft im Sinne der Betroffenen eindeutig Stellung bezogen. Oder zuletzt wurde ganz deutlich die medikamentöse Fixierung (Sedierung)  in Heimen und psychosozialen Einrichtungen angeprangert.

Die Volksanwaltschaft unterstützt die Erstellung des ersten österreichischen Nationalen Aktionsplans Menschenrechte (NAP-Menschenrechte). Die Volksanwaltschaft hat die Zivilgesellschaft in diesen Prozess transparent eingebunden, alle Stellungnahmen sind auf der Homepage öffentlich einzusehen.

Weiterführende Links:

ngo-forum-menschenrechte-in-wien-aus-psychosozialer-sicht

sedierung-in-pflegeheimen-und-psychiatrischen-abteilungen

isolierzimmer-in-der-psychiatrie-hall-in-tirol-erinnert-an-todeszelle

fehlplatzierung-eines-langjaehrigen-psychiatriepatienten-in-hall-beendet

menschenrechtskontrolle-in-psychiatrie-und-psychosozialen-einrichtungen

 

 

 

 

 

Alternativen zur Sachwalterschaft als Menschenrecht

Im Rahmen der Veranstaltung am 8.Juni 2015 wurde in Wien auf die dramatisch ansteigenden Zahlen von Besachwalterungen in Österreich hingewiesen und  diverse Probleme im Bereich der Bestellung von Sachwaltern aufgezeigt.

60.000 Menschen in Österreich sind ihrer freien Entscheidungsmöglichkeit beraubt.  


Die Sachwalterschaft ist mit Entzug der fundamentalen Menschenrechte verbunden und aufgrund der eindeutigen Empfehlungen im Staatenbericht 2013 sowie den Erläuterungen völkerrechtlich eine der größten Diskriminierungen für Menschen mit Behinderung:

Das Recht von Menschen mit Behinderung auf unterstützte Entscheidungsfindung und auf Abkehr von Maßnahmen der rechtlichen Vertretung

  • Inhalt und Bedeutung des Allgemeinen Kommentars Nr. 1 (General Comment No.1-2014) des UN-Ausschusses über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu Art. 12 – BRK (Gleiche Anerkennung vor dem Recht) der UNO bzw.
  • Verhältnis zu den Artikeln Freiheit von Folter und grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe (Art. 15),
  • Medizinische Versorgung (Art. 16.),  
  • Schutz der Unversehrtheit der Person(Art 17) sowie 
  • Freiheit und Sicherheit der Person (Artikel 14),
  • Kinder mit Behinderungen (Artikel 7),
  • Selbstbestimmtes Leben und Inklusion in der Gemeinschaft (Art. 19),
  • Arbeit und Beschäftigung (ART. 27).

Die Situation in Tirol: