Psychische Erkrankungen und Alter

Eine aktuelle Studie (Befragung) über die Zufriedenheit und Gesundheit von Menschen im hohen Alter erbrachte im Bereiche der psychischen Gesundheit folgendes Ergebnis: Online Ausgabe Kurier vom 7.5.2015

Mit 6,7 Prozent von an depressiven Stimmungen leidenden Personen waren die in Privathaushalten Lebenden deutlich seltener vertreten als Menschen in Seniorenwohnheimen etc. (17,9 Prozent) oder in Pflegeheimen (38,4 Prozent).

In Tirol leiden mehr als 20 Prozent der über 60-Jährigen an einer Depressionen. (Online Ausgabe der Tiroler Tageszeitung: Schattenseiten des Alterns)

In Tirol sind vor allem alte Leute aufgrund einer psychischen Krankheit entmündigt und stehen unter Sachwalterschaft:

 

 

Psychische Gesundheit eine Herausforderung für die Gesellschaft

In der Online-Ausgabe der Tiroler Tageszeitung sind folgende Artikel zu ähnlichen Themen erschienen:

Schon mehr als die Hälfte der Pensionierung aufgrund von Krankheiten ist auf psychische Erkrankungen rückzuführen:

http://www.tt.com/lebensart/gesundheit/9983165-91/burn-out-im-beruf-der-schwierige-weg-zur%C3%BCck.csp

Ein Artikel Tabu psychische Erkrankung:

http://www.tt.com/lebensart/gesundheit/9983212-91/daf%C3%BCr-muss-man-sich-nicht-sch%C3%A4men.csp

Am heutigen Tag der Selbsthilfe zum Thema Depressionen:

http://www.tt.com/home/9986626-93/wenn-seele-und-familie-weinen.csp

 

 

Unterbringungen in der Psychiatrie : Neuer Bericht 2012/13

Analyse der Unterbringungen nach UbG in Österreich, Berichtsjahre 2012/2013

Die wichtigsten Ergebnisse:

Zwischen den Jahren 2000 und 2013 stiegen die gemeldeten Unterbringungsfälle um rund 62 Prozent!
Die Anzahl der gemeldeten zusätzlichen mechanischen Fixierungen beträgt durchschnittlich 34% (Jahr 2013), in Tirol sind die Zahlen nicht bekannt, in Vorarlberg bei 20% der untergebrachten Patientinnen und Patienten mittels Fixierungsmaßnahmen zusätzlich in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt wurden. Die deutliche Reduktion der Fixierungsmaßnahmen seit dem Jahr 2011 wurde durch eine Reflexion des IfS mit der Krankenhausleitung ermöglicht, die zur Folge
hatte, dass Fixierungen durch Alternativen wie 1:1 Betreuung abgewendet werden konnten.
Die Zahl der gemeldeten Fixierungen durch medikamentöse Maßnahmen (sedierende Medikamente) ist in der geschlossenen Psychiatrie immer noch bei 0%, das heißt dass solche nicht gemeldet werden, obwohl sie stattfinden.

Das UbG kann nicht immer ordnungsgemäß angewendet werden:
4/5 aller Aufnahmen erfolgen bereits ohne das 4 Augenprinzip, das von der CPT (Europäisches Komitee zur Verhütung von Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe) eingfordert wird. Weiters wird die Situation verschärft, weil Sprengel/Amtsärzte nicht zur Verfügung stehen.

 

Die Rolle der Psychiater in der NS-Zeit in Österreich und Tirol

Ärztekammer arbeitet NS-Vergangenheit auf: Eine späte Einsicht ist auch ein Anfang

Als prominentesten Fall bezeichnete Szekeres dabei Heinrich Gross. Denn das Oberlandesgericht Wien habe bereits 1981 in einem von Gross angestrengten Verleumdungsprozess dessen persönliche Beteiligung an der Kinder-„Euthanasie“ in der Klinik „Am Spiegelgrund“ als gegeben angesehen. Dennoch habe er auch in Ärztekreisen zeitlebens hohes Ansehen genossen. Herr Dr.Gross - als Mörder von Kindern, denen er dann die Gehirne zu Forschungszwecken entnahm - konnte jahrzehntelang auch als der meistbeschäftigten psychiatrischer Gutachter, als Primarzt und als Ausbilder von Psychiater an der Universität wirken.

In den folgenden Jahren half Zawrel bei der Enttarnung des Psychiaters und Unmenschen Dr.Gross , der aufgrund eines Gutachtens des berühmten Psychiaters Dr.Reinhard Haller, das Gross Demenz bescheinigte, wegen seiner Verbrechen nie strafrechtlich belangt wurde. Dr.Gross konnte so  durch kollektive Verdrängung  auch  nach 1945 mit mehr als 20 000 psychiatrische Gutachten seine Tätigkeit bis zum Tod fortsetzen. Zawrel war zweitesmal Opfer.

Siehe auch: http://psychiatrie.or.at/index.php/238-zawrel-euthanasieprogramm-in-der-anstalt-ueberlebt-psychiater-gros-und-kollektive-verdraengung

http://psychiatrie.or.at/index.php/ebooks/196-filme-zum-thema-tiroler-psychiatrie

http://www.psychiatrie.or.at/index.php/geschichte/hall/131-dr-czermak-und-das-gutachten-von-dr-harrer-zur-euthanasie-in-hall

Ein „Idealist, aber kein Fanatiker"? Dr. Hans Czermak und die NS-Euthanasie in Tirol

 

Fehlplatzierung eines langjährigen Psychiatriepatienten in Hall beendet

Einen großen Erfolg konnte die Volksanwaltschaft in der Psychiatrie Hall verbuchen. Nachdem bereits ein männlicher langjähriger Bewohner der Psychiatrie Hall, der seit 1965- also seit nahezu 50 Jahren in der Psychiatrie Hall gegen seinen Willen untergebracht ist, konnte auch ein zweiter Bewohner, der seit ca. 20 Jahren dort leben muss, weil keine geeigneten Alternativen bereitgestellt worden sind. Diese Fälle zeigt exemplarisch diese strukturellen Probleme in der psychosozialen Versorgung in Tirol aber auch in Österreich, dass das bestehende System der extramuralen Versorgung und auch der Verteilung der Patientinnen und Patienten gerade in schwierigen Fällen überfordert ist.

Ambulant vor stationär, Deiinstitutionalisierung, die Statistik für die psychiatrische und psychosoziale Versorgung in Tirol :

 

Isolierzimmer in der Psychiatrie Hall in Tirol erinnert an Todeszelle

Das Isolierzimmer in der forensischen Abteilung Psychiatrie des Krankenhauses Hall in Tirol– so einzelne Kommissionsmitglieder – hat einen „furchteinflßenden
Charakter“ vermittelt und Assoziationen zu Bildern einer „Todeszelle“ in Amerika ausgelöst.

Durch den Besuch der Kommission der Volksanwaltschaft konnte durch Sofortmaßnahmen eine dem CPT (UN-Konvention über Folter und unmenschliche und unwürdige Behandlung) entsprechende Lösung erzielt werden.

Menschenrechtskontrolle in Psychiatrie und psychosozialen Einrichtungen

Ergebnisse der präventiven Menschenrechtskontrolle der Volksanwaltschaft im Jahr 2014 (Bericht) online
Seit Juli 2012 führt die Volksanwaltschaft des Bundes auch in Tirol mit ihren Kommissionen Kontrollbesuche in Einrichtungen, in denen es zu Freiheitsentzug kommt oder kommen kann, durch. Bisher fanden
österreichweit rund 1200, meist unangekündigte Kontrollen statt. Davon 171 in Einrichtungen der Jugendwohlfahrt, 173 in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, 245 in Alten- und Pflegeheimen, 102 in Psychiatrien und Krankenanstalten. Es wurden teils gravierende menschenrechtliche Probleme auch in Tirol festgestellt. Ziel ist es, durch die präventive Tätigkeit der VA künftig jegliche Form von grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung hintanzuhalten. Durchaus konnten durch das Einschreiten der VA in manchen Bereichen auch unmittelbar Verbesserungen in Tirol bewirkt werden.

 

Psychische Erkrankungen und Inklusion : Rechte nach der UN- Konvention

Informationen zur Umsetzung der Inklusion in Deutschland und der Bedeutung der UN-BRK für Menschen mit psychischen Erkrankungen Stand: Februar 2015

Das Dokument: Meine Rechte aus der UN-Behindertenkonvention

Der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. ist der Interessenverband sozialpsychiatrischer Trägerorganisationen sowie freier Vereine und Initiativen von Bürgerhelfern, Psychiatrie-Erfahrenen und Angehörigen auf Bundesebene. Die Mitgliedsvereine haben sich zusammengeschlossen, um die Weiterentwicklung der Gemeindepsychiatrie zu fördern und ihre Kräfte zu bündeln. Der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. fördert die fachliche, organisatorische und wirtschaftliche

Kontrolle der Menschenrechte in psychosozialen Einrichtungen und Psychiatrie

Volksanwaltschaft - Menschenrechtskontrolle mit neuen Expertinnen und Experten:

Für die Kommission Tirol/Vbg. wurde Univ. Prof. Dr. Verena Murschetz, Strafrechtlerin der Universität Innsbruck , neu bestellt. Die vorherige Kommissionsleiterin war Frau Primar Dr.Treichl, ehemalige Leiterin der Psychiatrie in Hall in Tirol. 

Mit der Verfassungsänderung wird in Österreich das Fakultativprotokoll zum Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe vom 18.12.2002 (OPCAT), sowie auch Regelungen der UN- Behindertenrechtskonvention, insbesondere deren Art. 16 Abs. 3, umgesetzt. Die Volksanwaltschaft und die von ihr eingesetzten Expertenkommissionen sollen die Aufgaben als Nationaler Präventionsmechanismus (NPM) erfüllen.

Zusätzlich beauftragen das Verfassungsgesetz und die weiteren gesetzlichen Durchführungsbestimmungen, die mit 1. Juli 2012 in Kraft treten werden, die Volksanwaltschaft auch das Verhalten der zur Ausübung unmittelbarer Befehls- und Zwangsgewalt ermächtigten Organe zu beobachten und begleitend zu überprüfen.

Rechte auch für psychisch Kranke

http://www.vielgesundheit.at/filme/patientensicherheit-patientenrechte.html

Recht auf Behandlung nach dem Stand der Wissenschaft

Patientenrechte für Kinder

Recht auf Würde und Selbstbestimmungecht

Recht auf Information