Fragen zu psychischer Gesundheit : Nehmen Sie teil!

https://www.redensiemit.org/teilnehmen.html

Ob als PatientIn, Familienmitglied, Pflegende/r, Arzt/Ärztin, TherapeutIn oder in einer anderen Rolle, sagen Sie uns, zu welchen Themen im Bereich psychischer Krankheiten es mehr Forschung geben sollte!

Bleiben Sie über den Fortschritt des Projekts informiert und reichen Sie zwischen 16. April und 16. Juni 2015 Ihren Beitrag ein. Alle Angaben werden vertraulich bzw. in der Datenerfassung anonymisiert behandelt. Aus allen Beiträgen werden Themen für die weitere wissenschaftliche Untersuchung ausgewählt.

Vielleicht kann gerade Ihr Beitrag helfen, psychische Krankheiten besser zu verstehen und Heilmethoden zu entwickeln.

 

Rechte der Angehörigen bei psychisch Kranken in der Psychiatrie

Bezugnehmend auf einen sehr informativen und interessanten Vortrag bei der HPE von PA Dr.Rudolf Schweighofer zum Thema "UbG und die Rechte der Angehörigen".
Die stärksten Rechte der Angehörigen sind in § 16.
 (1) Unterbringungsgesetz gegeben, nur ist das den wenigsten PatientInnen, Angehörigen bekannt.
Deshalb hat es auch eine angeregte Diskussion gegeben wie dieser § gehandhabt wird in der Praxis:
-- Wer muss den Patienten über diese Möglichkeit aufklären
-- Wie soll ein Patient , der sehr oft medikamentös und mechanisch fixiert ist, dies dem Gericht (schriftlich??)mitteilen, Herr Dr.Schweighofer ist der Meinung, dass er ein FAx schicken soll, aber wie soll das in der Realität funktionieren?
- Daraufhin hat Dr.Schweighofer mitgeteilt, dass auch eine vorherige Meldung an das Gericht sinnvoll ist. Hier ergibt sich die Frage an welches Gericht?? Weiters die Frage, wie können die Angehörigen, die allesamt schon gerne bei der Aufnahme dabei wären, das einfordern? Da wurde vorgebracht, dass ein verpflichtender Vermerk in der Krankengeschichte - wie es auch bei somatischen Beschwerden üblich  ist- sinnvoll wäre.

Auch eine Vorsorgevollmacht (Patientenvervügung) wäre sinnvoll.

Beratung bei Patientenvertretung Tirol:

Mag. Birger RUDISCH

6020 Innsbruck, Meraner Straße 5, 1. Stock (Lift) 

Tel. +43 512 508 7702 (Durchwahl)
Fax +43 512 508 74 7705 
 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag: 8.00 Uhr - 12.00 Uhr und 14.00 Uhr - 17.00 Uhr
Freitag: 8.00 Uhr - 12.00 Uhr

TIROL: Patientenanwaltschaft

Ihr Kontakt in Tirol: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  

Bereichsleiterin Mag. Christine Müllner-Lacher, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

LANDESKRANKENHAUS HALL, 
Milser Straße 10, 6060 Hall, T 05223 / 534 18

UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR PSYCHIATRIE, 
Anichstr. 35, 6020 Innsbruck, T 0512 / 504-22476

BEZIRKSKRANKENHAUS KUFSTEIN, 
Endach 27, 6330 Kufstein, T 05372 / 6966 3003

TIROL-OST

Ihr Kontakt für Tirol-Ost: Bereichsleiter Mag. Michael Scherf

Stellvertreter des Fachbereichsleiters, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

BEZIRKSKRANKENHAUS LIENZ, 
Emanuel v. Hiblerstraße 5, 9900 Lienz, T 0676 / 83308 2451

 

 

 

Nationaler Aktionsplan Menschenrechte berücksichtigt auch den psychosozialen Bereich

In der Zusammenfassung der eingegangen Beiträge der Zivilgesellschaft werden die Bedürfnisse und die Interessen der Menschen mit psychischen, psychiatrischen und psychosozialen Störungen sehr gut berücksichtigt.

Hier der Link zu der Zusammenfassung: http://volksanwaltschaft.gv.at/downloads/1q7cd/Zivilgesellschaft_Beitr%C3%A4ge_Homepage.pdf

Hier die wesentlichen Punkte für psychische Kranke, Menschen mit psychosozialen Störungen, Menschen mit Lernschwierigkeiten etc. nochmals strukturiert:

16 Jähriger wegen fehlender Betreuung in Forensik in Hall

Nach dem Artikel der Tiroler Tageszeitung vom 6.3.2015

http://www.tt.com/panorama/verbrechen/9722876-91/16-j%C3%A4hriger-bleibt-in--der-forensik.csp

Eine mehrfache Diskriminierung zum Nachteil eines schwer kranken Jugendlichen, der eine optimale Behandlung und Betreuung, Rehabilitation benötigt und nicht die Verwahrung im Maßnahmenvollzug für besonders gefährliche erwachsene Rechtsbrecher. Die Menschenrechtsexpertin und Vorsitzende des Bundesmonitoringausschuss kritisiert auch in einem Artikel des Profil „Maßnahmenvollzug: Österreichs heimliches Guantanamo“ mit 80 Prozent sollten hier nicht sein. Der vom Bundesmonitoringausschuss verfasste Bericht fordert eine rasche Reform und auch die Mitverantwortung der Länder. 
Die weitere Unterbringung des Jugendlichen in der Abteilung für abnorme Rechtsbrecher stimmt einerseits traurig, aber die Gewissheit, dass doch viele Menschen, Medienvertreter sich für eine menschenwürdige Behandlung eines sehr benachteiligten und schwer kranken Jugendlichen, eintreten, macht Hoffnung. 
Der Jugendliche wurde zuerst nach dem Bericht im Profil „Maßnahmenvollzug: Österreichs heimliches Guantanamo“ - in einem öffentlichen Krankenhaus aufgrund akuter schwerwiegender psychischer Störungen mehrmals abgewiesen, bevor die Situation eskalierte. 
Der Jugendliche steht in Obsorge der Jugendwohlfahrt, die gegen die Unterbringung in der Forensik – ohne Gutachten – nur wegen fehlender Alternativen, nämlich einer Betreuung in einer psychosozialen Einrichtung des Landes Tirol offensichtlich kein Rechtsmittel eingelegt. 
Fr. Landesrätin Baur spricht auch in diesem Zusammenhang von einem Manko von geeigneten Einrichtungen im Beitrag der Tiroler Tageszeitung. 
Eine Unterbringung in der Forensik von Kindern/Jugendlichen (ohne Straftat) gemeinsam mit Erwachsenen ist laut OGH-Entscheid, das von der Patientenvertretung/Vertretungsnetz im Jahre 2014 erwirkt wurde, unzulässig. 
Eine Unterbringung in der Forensik kostet bis zu 1000 Euro pro Tag und wird vom Justizministerium offensichtlich bezahlt. 
Warum wurde die Einrichtung des Landes, in der er offensichtlich bestens betreut wurde, nach dem Vorfall geschlossen? 
Offensichtlich gibt es Einrichtungen, die den Jugendlichen aufnehmen würden und sich auch beim Land gemeldet haben. 

Zawrel: Euthanasieprogramm in der Anstalt überlebt, Psychiater Gross und kollektive Verdrängung

Artikel im standard vom 21.2.2012

Zawrel überlebte das NS-Euthanasieprogramm in der Anstalt "Am Steinhof", rund 7.500 Menschen wurden zwischen 1940 und 1945 in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt – auf dem Gelände des heutigen Otto-Wagner-Spitals in Wien – ermordet, darunter 800 Kinder und Jugendliche.

In den folgenden Jahren half Zawrel bei der Enttarnung des Psychiaters und Unmenschen Dr.Gross , der aufgrund eines Gutachtens des berühmten Psychiaters Dr.Reinhard Haller, das Gross Demenz bescheinigte, wegen seiner Verbrechen nie strafrechtlich belangt wurde. Dr.Gross konnte so  durch kollektive Verdrängung  auch  nach 1945 mit mehr als 20 000 psychiatrische Gutachten seine Tätigkeit bis zum Tod fortsetzen. Zawrel war zweitesmal Opfer.

Nationaler Aktionsplan Menschenrechte : Psychiatrischer und psychosozialer Bereich

Der von der Volksanwaltschaft in Wien initiierte Nationale Aktionsplan Menschenrechte (NAP-MR) 

Die Zivilgesellschaft wird über den Prozess der Erstellung des "Nationalen Aktionsplans Menschenrechte" informiert und eingeladen, sich mit konkreten Beiträgen und Empfehlungen zu beteiligen.

Besonderes Anliegen der Volksanwaltschaft ist es, dass dieser Prozess der Öffentlichkeitsbeteiligung möglichst transparent und offen stattfindet. Die bei der Volksanwaltschaft eingelangten Beiträge werden daher auf derHomepage der Volksanwaltschaft für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht.

Die bisher einzige Stellungnahme zur Menschenrechtssituation aus dem Bereich Psychiatrie, psychiatrische und psychosoziale Gesundheit von Mag. Westreicher Otto, Mitglied des Monitoringausschusses Tirol:

Menschenrechte und psychosoziale Gesundheit – Stellungnahme zum Nationalen Aktionsplan Menschenrechte

In der Zwischenzeit ist auch eine Stellungnahme von der Liga für Kinder-und Jugendgesundheit eingetroffen, die auch die Menschenrechtssituation von Kindern- und Jugendlichen im Bereich der psychosozialen Gesundheit anschneidet.

 

Peer Berater Ausbildung in Tirol

Nähere Infos der neuen Ausbildung:
Pro mente
0512 - 58 51 29

oder

start pro mente

Herr Dr.Fiedler

Tel. 0512 / 58 44 65

 

Dies ist ein Beratungsangebot von Experten aus Erfahrung
für Menschen, die sich in einer psychischen Krise befinden.

Kontaktdaten: 
Psychosozialer Pflegedienst Tirol 
Anichstraße 4, 2. Stock 
6020 Innsbruck 
Tel. 0512 / 57 27 50 
Fax 0512 / 57 27 50 – 44 
Mobil: 0664 / 847 80 54 
www.psptirol.org 
Unsere Peer-Beratung findet 
Montag von 13 bis 15 Uhr statt

Als Ansprechpartnerin steht Frau Silvia Winkler zur Verfügung. 

 

Forensische Psychiatrie und UN-Konvention

Die Unterbringung eines damaligen 14-Jährigen regt für Diskussionsstoff: Gab und gibt es wirklich keine Alternativen für dieses Kind/diesen Jugendlichen?

Ist die Unterbringung von schwerst beeinträchtigten Menschen – ja sogar Kindern/Jugendlichen in der Forensik (Anstalt für abnorme Rechtsbrecher) in Hall in Tirol das Einzige, das unser Land für eine der benachteiligsten Menschen anbieten kann?

Nach der UN-Konvention für Menschen mit Behinderung, nach der UN-Kinderrechtskonvention ist die Unterbringung im Maßnahmenvollzug eines Kindes/Jugendlichen auch in einer noch so modernen Einrichtung ein NO GO!

Artikel im Profil vom 2.2.2015: Menschenrechtsexpertin Schulze: "80 Prozent sollten hier nicht sein“