Fehlplatzierung eines langjährigen Psychiatriepatienten in Hall beendet

Einen großen Erfolg konnte die Volksanwaltschaft in der Psychiatrie Hall verbuchen. Nachdem bereits ein männlicher langjähriger Bewohner der Psychiatrie Hall, der seit 1965- also seit nahezu 50 Jahren in der Psychiatrie Hall gegen seinen Willen untergebracht ist, konnte auch ein zweiter Bewohner, der seit ca. 20 Jahren dort leben muss, weil keine geeigneten Alternativen bereitgestellt worden sind. Diese Fälle zeigt exemplarisch diese strukturellen Probleme in der psychosozialen Versorgung in Tirol aber auch in Österreich, dass das bestehende System der extramuralen Versorgung und auch der Verteilung der Patientinnen und Patienten gerade in schwierigen Fällen überfordert ist.

Ambulant vor stationär, Deiinstitutionalisierung, die Statistik für die psychiatrische und psychosoziale Versorgung in Tirol :

 

Isolierzimmer in der Psychiatrie Hall in Tirol erinnert an Todeszelle

Das Isolierzimmer in der forensischen Abteilung Psychiatrie des Krankenhauses Hall in Tirol– so einzelne Kommissionsmitglieder – hat einen „furchteinflßenden
Charakter“ vermittelt und Assoziationen zu Bildern einer „Todeszelle“ in Amerika ausgelöst.

Durch den Besuch der Kommission der Volksanwaltschaft konnte durch Sofortmaßnahmen eine dem CPT (UN-Konvention über Folter und unmenschliche und unwürdige Behandlung) entsprechende Lösung erzielt werden.

Menschenrechtskontrolle in Psychiatrie und psychosozialen Einrichtungen

Ergebnisse der präventiven Menschenrechtskontrolle der Volksanwaltschaft im Jahr 2014 (Bericht) online
Seit Juli 2012 führt die Volksanwaltschaft des Bundes auch in Tirol mit ihren Kommissionen Kontrollbesuche in Einrichtungen, in denen es zu Freiheitsentzug kommt oder kommen kann, durch. Bisher fanden
österreichweit rund 1200, meist unangekündigte Kontrollen statt. Davon 171 in Einrichtungen der Jugendwohlfahrt, 173 in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, 245 in Alten- und Pflegeheimen, 102 in Psychiatrien und Krankenanstalten. Es wurden teils gravierende menschenrechtliche Probleme auch in Tirol festgestellt. Ziel ist es, durch die präventive Tätigkeit der VA künftig jegliche Form von grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung hintanzuhalten. Durchaus konnten durch das Einschreiten der VA in manchen Bereichen auch unmittelbar Verbesserungen in Tirol bewirkt werden.

 

Psychische Erkrankungen und Inklusion : Rechte nach der UN- Konvention

Informationen zur Umsetzung der Inklusion in Deutschland und der Bedeutung der UN-BRK für Menschen mit psychischen Erkrankungen Stand: Februar 2015

Das Dokument: Meine Rechte aus der UN-Behindertenkonvention

Der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. ist der Interessenverband sozialpsychiatrischer Trägerorganisationen sowie freier Vereine und Initiativen von Bürgerhelfern, Psychiatrie-Erfahrenen und Angehörigen auf Bundesebene. Die Mitgliedsvereine haben sich zusammengeschlossen, um die Weiterentwicklung der Gemeindepsychiatrie zu fördern und ihre Kräfte zu bündeln. Der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. fördert die fachliche, organisatorische und wirtschaftliche

Kontrolle der Menschenrechte in psychosozialen Einrichtungen und Psychiatrie

Volksanwaltschaft - Menschenrechtskontrolle mit neuen Expertinnen und Experten:

Für die Kommission Tirol/Vbg. wurde Univ. Prof. Dr. Verena Murschetz, Strafrechtlerin der Universität Innsbruck , neu bestellt. Die vorherige Kommissionsleiterin war Frau Primar Dr.Treichl, ehemalige Leiterin der Psychiatrie in Hall in Tirol. 

Mit der Verfassungsänderung wird in Österreich das Fakultativprotokoll zum Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe vom 18.12.2002 (OPCAT), sowie auch Regelungen der UN- Behindertenrechtskonvention, insbesondere deren Art. 16 Abs. 3, umgesetzt. Die Volksanwaltschaft und die von ihr eingesetzten Expertenkommissionen sollen die Aufgaben als Nationaler Präventionsmechanismus (NPM) erfüllen.

Zusätzlich beauftragen das Verfassungsgesetz und die weiteren gesetzlichen Durchführungsbestimmungen, die mit 1. Juli 2012 in Kraft treten werden, die Volksanwaltschaft auch das Verhalten der zur Ausübung unmittelbarer Befehls- und Zwangsgewalt ermächtigten Organe zu beobachten und begleitend zu überprüfen.

Rechte auch für psychisch Kranke

http://www.vielgesundheit.at/filme/patientensicherheit-patientenrechte.html

Recht auf Behandlung nach dem Stand der Wissenschaft

Patientenrechte für Kinder

Recht auf Würde und Selbstbestimmungecht

Recht auf Information

 

 

Fragen zu psychischer Gesundheit : Nehmen Sie teil!

https://www.redensiemit.org/teilnehmen.html

Ob als PatientIn, Familienmitglied, Pflegende/r, Arzt/Ärztin, TherapeutIn oder in einer anderen Rolle, sagen Sie uns, zu welchen Themen im Bereich psychischer Krankheiten es mehr Forschung geben sollte!

Bleiben Sie über den Fortschritt des Projekts informiert und reichen Sie zwischen 16. April und 16. Juni 2015 Ihren Beitrag ein. Alle Angaben werden vertraulich bzw. in der Datenerfassung anonymisiert behandelt. Aus allen Beiträgen werden Themen für die weitere wissenschaftliche Untersuchung ausgewählt.

Vielleicht kann gerade Ihr Beitrag helfen, psychische Krankheiten besser zu verstehen und Heilmethoden zu entwickeln.

 

Rechte der Angehörigen bei psychisch Kranken in der Psychiatrie

Bezugnehmend auf einen sehr informativen und interessanten Vortrag bei der HPE von PA Dr.Rudolf Schweighofer zum Thema "UbG und die Rechte der Angehörigen".
Die stärksten Rechte der Angehörigen sind in § 16.
 (1) Unterbringungsgesetz gegeben, nur ist das den wenigsten PatientInnen, Angehörigen bekannt.
Deshalb hat es auch eine angeregte Diskussion gegeben wie dieser § gehandhabt wird in der Praxis:
-- Wer muss den Patienten über diese Möglichkeit aufklären
-- Wie soll ein Patient , der sehr oft medikamentös und mechanisch fixiert ist, dies dem Gericht (schriftlich??)mitteilen, Herr Dr.Schweighofer ist der Meinung, dass er ein FAx schicken soll, aber wie soll das in der Realität funktionieren?
- Daraufhin hat Dr.Schweighofer mitgeteilt, dass auch eine vorherige Meldung an das Gericht sinnvoll ist. Hier ergibt sich die Frage an welches Gericht?? Weiters die Frage, wie können die Angehörigen, die allesamt schon gerne bei der Aufnahme dabei wären, das einfordern? Da wurde vorgebracht, dass ein verpflichtender Vermerk in der Krankengeschichte - wie es auch bei somatischen Beschwerden üblich  ist- sinnvoll wäre.

Auch eine Vorsorgevollmacht (Patientenvervügung) wäre sinnvoll.

Beratung bei Patientenvertretung Tirol:

Mag. Birger RUDISCH

6020 Innsbruck, Meraner Straße 5, 1. Stock (Lift) 

Tel. +43 512 508 7702 (Durchwahl)
Fax +43 512 508 74 7705 
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Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag: 8.00 Uhr - 12.00 Uhr und 14.00 Uhr - 17.00 Uhr
Freitag: 8.00 Uhr - 12.00 Uhr

TIROL: Patientenanwaltschaft

Ihr Kontakt in Tirol: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  

Bereichsleiterin Mag. Christine Müllner-Lacher, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

LANDESKRANKENHAUS HALL, 
Milser Straße 10, 6060 Hall, T 05223 / 534 18

UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR PSYCHIATRIE, 
Anichstr. 35, 6020 Innsbruck, T 0512 / 504-22476

BEZIRKSKRANKENHAUS KUFSTEIN, 
Endach 27, 6330 Kufstein, T 05372 / 6966 3003

TIROL-OST

Ihr Kontakt für Tirol-Ost: Bereichsleiter Mag. Michael Scherf

Stellvertreter des Fachbereichsleiters, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

BEZIRKSKRANKENHAUS LIENZ, 
Emanuel v. Hiblerstraße 5, 9900 Lienz, T 0676 / 83308 2451